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Süßigkeiten aus der Region
Süße Sachen aus Zauche

Konditormeisterin Luise Draht entwickelt in ihrer Backstube Zauche neue Tortenrezepte und ausgefallene Dekorationen.
Konditormeisterin Luise Draht entwickelt in ihrer Backstube Zauche neue Tortenrezepte und ausgefallene Dekorationen. FOTO: privat / Draht
ZAUche. Große, schwarze Knopfaugen blicken von der Kaffeetafel. Das Fell ist dick und flauschig. Die kleinen Bienen scheinen beinahe abzuheben. Der Teddybär sieht nicht nur süß aus, sondern ist es auch. Denn gefertigt ist er aus Buttercreme, Kuchenteig und Fondant.

Gebacken, zurechtgeschnitten und dekoriert wurde diese besondere Motivtorte von Luise Draht. Die 28-Jährige Konditormeisterin hat sich erst im Frühsommer mit einer  Backstube im beschaulichen Zauche (Gemeinde Kasel-Golzig) selbstständig gemacht. Seitdem steht der Backofen kaum still.

Nach der Konditorausbildung schloss Luise Draht den Meister an und absolvierte anschließend noch eine zweite Ausbildung als Köchin.  Nach den Ausbildungen war der Wissensdurst von Lusie noch immer nicht gestillt. Deshalb nutzte sie die Chance für ein Auslandsstipendium. In London lernte sie  neue Backtechniken und Rezepte kennen. „Ohne diese Rahmenbedingungen hier in Zauche hätte ich mich aber nie in die Selbstständigkeit getraut“, sagt Lusie Draht.

Ihr Partner ist Konditormeister. Die Schwiegereltern, ebenfalls selbstständig, helfen und passen bei Bedarf auf die kleine Tochter auf.

Im Vorjahr hat die Familie in Zauche ein leerstehendes Nebengebäude als Backstube ausgebaut. Am 30. Juni wurde das „Zuckerstübchen“ eröffnete. Die Nachfrage ist seitdem groß. „Mit so einer Resonanz habe ich nicht gerechnet“, sagt sie. Darüber hinaus arbeitet sie für drei Tage in der Woche in einer Backstube in Berlin.

Die Kreativität in der Selbstständigkeit reizt sie. „In meiner Konditorei kann ich mich geschmacklich so richtig austoben. Außerdem kann ich die Kunden beraten“, sagt Lusie Draht. Die junge Konditormeisterin steckt voller Ideen und feilt ständig an neuen Rezepten. Auch ausgefallene Gewürze oder Texturen scheut sie nicht. Nicht immer kommt das gut an. Cupcakes mit Ingwergeschmack blieben ein Ladenhüter. „Dabei fand ich die selbst total lecker. Aber den Geschmack der Kunden habe ich damit wohl nicht getroffen“, sagt sie. Klassiker wie Nougat-Füllungen und Schoko-Kirsch-Aromen hingegen sind gefragt.

Sowohl bei Zutaten als auch Dekorationen achtet die Konditorin auf die Qualität. Ihre Torten verziert sie mit essbaren Perlen, Glitzer, Einhorn oder Gold. Selbst Blumen hat sie dafür im Garten angepflanzt. „Die Blüten müssen unbehandelt sein. Im Handel ist das aber je nach Sorte schwer zu bekommen“, erklärt Lusie Draht.

Bislang fertigt die Konditorin Torten, Kuchen. Törtchen und Macarons allerdings nur auf Bestellung. Ein Café gibt es nicht. „Das ist noch mein großer Traum.“