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Finsterwalde
In neuer Werkstatt zugucken

 Geschäftsführer Reno Ullrich auf einem der neuen Rasentraktoren aus dem jetzt erweiterten Fuhrpark im Finsterwalder Profi-Markt.
Geschäftsführer Reno Ullrich auf einem der neuen Rasentraktoren aus dem jetzt erweiterten Fuhrpark im Finsterwalder Profi-Markt. FOTO: Dieter Babbe
Finsterwalde. Der Gartenmarkt in Finsterwalde wurde völlig umgekrempelt. Nun ist auch zuschauen in der Werkstatt möglich.

Angefangen hat alles mit einer neuen Idee: „Wenn Kunden mit defekten Geräten, wie Rasenmähern, Kettensägen oder Heckenscheren kamen, mussten wir sie weg- oder die Geräte aufwändig verschicken. Die Reparatur muss als eine wichtige Dienstleistung in unsere Hände kommen“, stand für Reno Ullrich, dem Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer der Raiffeisen BHG eG Herzberg, fest.

Auf 200 Quadratmetern ist im Profi Raiffeisen Bau- und Gartenmarkt im Finsterwalder Norden nicht nur die Angebotspalette deutlich erweitert worden und ein Markenwechsel hin zu Husqvarna-Produkten erfolgt – künftig werden hier defekte Geräte flott gemacht. „Dazu werden wir zunächst einen Werkstattcontainer aufstellen. Später wollen wir die Werkstatt in den Markt holen – so, dass die Kunden unseren Monteuren auf die Hände gucken können“, erklärt Ullrich.

Der Fachmann mit den geschickten Händen ist bereits gefunden und neu eingestellt: Thomas Große wird die neue Werkstatt leiten.

„Mit der Erweiterung unserer Motoristik-Abteilung mussten wir den gesamten Markt umbauen“, erklärt Reno Ullrich. So sind einige wenige Sortimente herausgenommen worden, aber viele andere hinzugekommen. Am Rande des Lausitzer Seenlands gelegen kam die Idee auf, auch Strandkörbe anzubieten. „Wir waren noch beim Aufstellen der ersten Exemplare, da waren die ersten schon verkauft“, freut sich Ullrich. Beim Thema Erholung verweist der Chef auf den großen Fuhrpark mit Fahrrädern, insbesondere mit Elektroantrieb.

Mit der Marke Raiffeisen legen wir jetzt noch mehr Wert auf die Regionalität“, ist dem Chef wichtig. „Wir arbeiten mit etlichen regionalen Produzenten zusammen und bieten ihre Erzeugnisse bei uns an“, sagt er.

Regionalität – dafür steht der Chef der Raiffeisen BHG auch mit seiner Person. Der Finsterwalder ist er in mehr als zwei Jahrzehnten zwischen seiner Heimatstadt und seinem Arbeitsort München gependelt. Reno Ullrich ist in Sonnewalde zur Schule gegangen, hat im VEB Schweißtechnik Finsterwalde gelernt  und ist nach der Wende im Einzelhandel heimisch geworden. Im September 1993 führte ihn sein Weg zur BayWa. Er hat in Doberlug-Kirchhain und Gallinchen gearbeitet und den Markt in Guben geleitet. In der Folge wechselte Reno Ullrich in die BayWa-Zentrale nach München. Dort übte er seit 1995 verschiedene Führungspositionen aus und war seit 2015 in einem Tochterunternehmen Geschäftsführer.

Seit zwei Jahren ist Reno Ullrich in der Heimat zurück, wo er seit dem 1. März 2017 als neuer Vorstand und Geschäftsführer der Raiffeisen BHG eG Herzberg tätig ist.

 Geschäftsführer Reno Ullrich auf einem der neuen Rasentraktoren aus dem jetzt erweiterten Fuhrpark im Finsterwalder Profi-Markt.
Geschäftsführer Reno Ullrich auf einem der neuen Rasentraktoren aus dem jetzt erweiterten Fuhrpark im Finsterwalder Profi-Markt. FOTO: Dieter Babbe