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Unternehmen regional
Gasthof mit langer Tradition

Chefin Manuela Struck bewirtete die Gäste mit Gänsebraten zur traditionellen Kirmes.
Chefin Manuela Struck bewirtete die Gäste mit Gänsebraten zur traditionellen Kirmes. FOTO: Arlt Martina
Wolfshain.

Nicht jedes Dorf kann in der heutigen Zeit mit einem Gasthaus aufwarten, doch Wolfshain im Spree-Neiße-Kreis ist in der glücklichen Lage. Denn der „Wolfshainer Hof“ an der B156 ist bereits seit 1845 als Gaststätte bekannt.

Nach der Wende übernahm die Familie Balzer das Gasthaus. In den letzten Jahren leitete Gabriele Balzer (62)  die Geschicke des Hauses. In diesem Jahr gab es nun einen Generationswechsel im „Wolfshainer Hof“. Ab Mai 2018 ist die 37-jährige Manuela Struck, Tochter der Familie Balzer, Chefin des Hauses. Der Zahn der Zeit nagte auch an diesem Objekt und so wurden bereits die Räumlichkeiten renoviert und die Elektrik erneuert. Doch besonders das Küchenteam hatte täglich große Arbeit zu leisten. Beispielsweise das Abwaschen per Hand stand auf der Tagesordnung. Damit ist nun Schluss. Denn Familie Balzer entschied sich für eine große Investition: die Kernsanierung der Küche. Dafür investierten sie circa 65 000 Euro.

Mit der Anschaffung von einer Spülmaschine, einem Konvektomaten und einem Steakbräter zieht auf jeden Fall Arbeitserleichterung im Küchenbereich ein. Darüber ist das Küchenteam um Gabriele Balzer natürlich sehr erfreut. Ilona Fischer arbeitet seit 18 Jahren in der Küche heimisch und Christina Jezierski ist seit sechs Jahren in diesem Gasthaus angestellt, in dem deutsche Küche serviert wird. „Jetzt können wir das Essen schneller und in noch besserer Qualität zubereiten“, so die Chefin Manuela Struck.

Der renovierte Saal bietet den Gästen für Feiern unterschiedlicher Art mehr als 120 Plätze. Der Biergarten mit 30 Plätzen ist sehr idyllisch in der Natur gelegen. Die dort angrenzende Tanzfläche soll in den nächsten Jahren auf Vordermann gebracht werden. Vier Doppelzimmer stehen den Übernachtungsgästen zur Verfügung. Insgesamt arbeiten fünf Mitarbeiter in diesem Gasthaus. Gern könnte sich noch eine Küchenhilfe zur Verstärkung melden, betont Manuela Struck.

Seit vier Jahren ist es nun schon Tradition, dass die Wirtsleute am Volkstrauertag zur Wolfshainer Kirmes einladen. Das war auch in diesem Jahr so und bescherte ein ausverkauftes Haus. Begleitet wurde der „Gänseschmaus“ von den „Lustigen Musikanten“. Wer diesen Termin verpasst hat, kann noch bis zum dritten Advent an jedem Wochenende Gänsebrust und Gänsekeule im Wolfshainer Hof essen.