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Cottbus
Galeria Kaufhof vor Sanierung

Cottbus. Der kanadische Eigentümer drängt auf Lohnverzicht und Stundung der Tarifverträge.

Die Warenhaus-Kette Galeria Kaufhof soll wirtschaftliche Probleme haben. Die kanadischen Eigentümer, die Hudson Bay Company (HBC), möchte deshalb einen Sanierungstarifvertrag am Cottbusser Standort erwirken.

Geschäftsleitung vor Ort und Betriebsrat sehen ihr Warenhaus gut aufgestellt und ziehen gemeinsam an einem Strang für ihren Standort und ihre Kunden. Das beobachtet auch Heike Plechte, Bezirksgeschäftsführerin Cottbus der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

„Galeria Kaufhof ist schon im vergangenen Jahr auf uns zugekommen und hat auf Stundung der Tarifverträge und Lohnverzicht gedrängt“, schildert Heike Plechte und sagt: „Das haben wir rigoros abgelehnt.“

Die Tarifkommission hat bereits zwei Mal getagt, berichtet Heike Plechte. Am Freitag kam sie erneut zusammen. „Außer noch mehr Personalabbau sind konkrete Maßnahmen des Managements zur wirtschaftlichen Gesundung des Unternehmens bislang nicht erkennbar“, kritisiert sie.

Trotz eines Anfang 2018 gestarteten Transformationsprogrammes für mehr Umsatz und gleichzeitiger Kostenoptimierung der Marke Galeria Kaufhof, soll der Standort Cottbus keine Auswirkungen zu befürchten haben, heißt es unterdessen aus der Kölner Unternehmenszentrale. „Das Programm umfasst natürlich das gesamte Unternehmen. Darüber hinaus gibt es derzeit keine spezifischen Konsequenzen für die Filiale in Cottbus. Die Galeria Kaufhof Cottbus ist sehr gut aufgestellt“, teilt Pressesprecher Steffen Kern mit.

(moe/jje)