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Cottbus
Das Handwerk feiert seine Meister

Zahlreiche Ehrungen gab es zum Tag des Meisters in der Cottbuser Stadthalle.
Zahlreiche Ehrungen gab es zum Tag des Meisters in der Cottbuser Stadthalle. FOTO: HWK/Kliche / R KLICHE
Cottbus. (pm/abr) Knapp 900 Handwerker und ihre Familien haben am letzten Wochenende den Tag des Meisters in der Cottbuser Stadthalle gefeiert.

Ausgezeichnet wurden 157 Jungmeister, 15 Betriebswirte, 187 Silberne Meister sowie 216 Betriebsjubilare, die auf 25 Jahre Selbstständigkeit zurückblicken. „Heute zählen wir weltweit zu den führenden Wirtschaftsnationen. Viele reduzieren den Erfolg nur auf den Export. Doch das Handwerk ist damals wie heute die Branche, die im Kern alles am Laufen hält. Wir sind die Keimzelle für unseren heutigen Wohlstand“, sagte Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus, in seiner Rede.

„Ein Meister ist genau so viel Wert wie ein Akademiker.“ Mit diesem Slogan treten wir offensiv in der Öffentlichkeit auf. Wir alle haben mittlerweile gemerkt, dass es schwieriger ist einen guten Handwerker zu bekommen als einen Termin beim Arzt. Wir können also mit Fug und Recht behaupten „deutsches Handwerk hat wieder goldenen Boden“.

An die Jungmeister gerichtet: „Die Fußstapfen, in die Sie treten, sind groß. Der Stellenwert des Handwerks wurde von vielen Frauen und Männern hart erarbeitet. Es liegt an Ihnen dieses große Erbe weiterzuführen. Seien Sie mutig, kreativ, ideenreich und entschlossen. Wenn Sie diese Eigenschaften mit Ihrem handwerklichen Können vereinen, steht einer erfolgreichen Karriere nichts im Weg.“

Den Silbernen Meistern und Betriebsjubilaren dankte er für ihre Lebensleistung. „Sie sorgten nach der Wende für ein „zweites“ Wirtschaftswunder. Der Weg war nicht leicht. Erfolg und Misserfolg lagen sehr dicht beisammen. Sicherheiten gab es keine. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Auch Sie haben sich durch harte Zeiten gebissen. Sie mussten Entscheidungen treffen, ohne zu wissen, ob sie richtig oder falsch sind. Aber sie haben immer weitergemacht. Das Wort „Aufgeben“ existiert in Ihrem Wortschatz nicht. Sie sind es, die damals wie heute Ausbildungsplätze und Arbeit schaffen. Sie sind es, die Steuern erwirtschaften und auch hier im Land abführen. Ihre Lebensleistung verdient Respekt, Dank und Anerkennung.“