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Neuer Lenker für den Radsport
BTU entwickelt neuen Lenker für Radprofis

Philip Weber vom LKT Team testet seinen neuen Lenker.
Philip Weber vom LKT Team testet seinen neuen Lenker. FOTO: BTU
Cottbus. (pm/abr) Die BTU Cottbus-Senftenberg hat für die Radsportler vom LKT Team Brandenburg ein maßgeschneidertes Bahnrad-Cockpit entwickelt und produziert. Bei den Weltcup-Rennen im Herbst wollen die Radprofis erstmalig damit angreifen

Mit Heiko Salzwedel kam im Frühjahr eine Koryphäe im Radsport zurück nach Cottbus. Unter seiner Regie haben Radprofis zahlreiche Medaillen gewonnen und Weltrekorde aufgestellt. Mit ihm als Trainer kommt viel Wissen nach Cottbus – und zugleich viele Wünsche. „Beim sogenannten Cockpit, das sich aus Lenker, Vorbau, Armschalen, Extensions und Verbindungskomponenten zusammensetzt, war er mit dem, was es auf dem Markt gibt, nicht zufrieden. Die Geometrien und Maße, die die Fahrer benötigen, um eine optimale Position einzunehmen, sind derzeit nicht verfügbar. So führte ihn sein Weg an die BTU“, erläutert Jonas Krenz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen, wie es zu der Kooperation kam.

Die Jungwissenschaftler Jonas Krenz und Niklas Vogt hatten sich während ihres Studiums an der BTU Cottbus – Senftenberg bereits mehrfach mit der Entwicklung von Highend-Geräten für den Sport beschäftigt.

In der Entwicklungsarbeit ging es darum, den Lenker zu optimieren und das gesamte Cockpit so zu konstruieren, dass es adaptiv auf die Athleten einstellbar ist und gleichzeitig die immense Krafteinwirkung beim Anfahren aushält.

Am Ende steht nun ein Produkt aus Carbon, das alle Anforderungen meistert: verbesserte Aerodynamik, ergonomische Griffe, idealer Halt in den Armschalen und erhöhte Steifigkeit machen den Athleten in Summe schneller und das Fahrrad sicherer.