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Brottewitz
Brottewitzer kämpfen um Zuckerfabrik

 Die Ferngasleitung Eugal – hier ein Abschnitt zwischen der B169 und der Schwarzen Elster – wächst weiter. Die Arbeiten werden noch bis zum Jahr 2020 dauern.
Die Ferngasleitung Eugal – hier ein Abschnitt zwischen der B169 und der Schwarzen Elster – wächst weiter. Die Arbeiten werden noch bis zum Jahr 2020 dauern. FOTO: Veit Rösler
Brottewitz. (fc/abr) Die Interessengemeinschaft Brottewitz und Mitarbeiter wehren sich weiter gegen die Schließung der Zuckerfabrik. Der Verlust der mehr als 140 Jahre alten traditionsreichen Fabrik würde einen herben Schlag für die Region bedeuten.

Nahezu jede zweite, dritte Familie sei direkt oder indirekt mit der Fabrik verbunden.

Die Südzucker AG beabsichtigt nach der nächsten Rübenkampagne 2019/20 zwei ihrer Werke – in Warburg (NRW) und in Brottewitz (Elbe-Elster) zu schließen. Das Unternehmen gibt einen massiven Preisverfall auf dem Zuckermarkt und ungleiche Wettbewerbsbedingungen als Hauptgründe an. In Brottewitz wären 90 Mitarbeiter direkt betroffen.

Bereits am letzten Sonnabend hat die Interessengemeinschaft zwei Strohballen am Ortseingang aufgestellt und darauf auf Bettlaken auf die Demo am 15. Februar um „Fünf vor Zwölf“ unter dem Motto „Wir machen uns eine Rübe“ hingewiesen.

Auf ein großes Echo stößt auch das von der Interessengemeinschaft Brottewitz erstellte Video mit Protestsong, das bereits mehr als 5000 Mal geteilt worden sei.

Die ausgelegten Unterschriftenlisten, so Nancy Weidner, Vizechefin der Interessengemeinschaft, würden überquellen.

(fc/abr)