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Denkmalschützer retten Schaufelradbagger
Hörlitzer Schaufelradbagger ist jetzt ein Denkmal

 Der Schaufelradbagger  darf nicht einfach gesprengt werden.
Der Schaufelradbagger darf nicht einfach gesprengt werden. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Hörlitz. „Das Aus für das Blaue Wunder am Lausitzring ist besiegelt“, titelte die RUNDSCHAU am 16. Februar hinsichtlich des Schicksals des seit vielen Jahren ausrangierten Schaufelradbaggers SRs 1500, „geparkt“ am nördlichen Ortrand von Hörlitz. Doch nun kommt alles ganz anders. Von Frank Hilbert

(fh/abr) „Das Aus für das Blaue Wunder am Lausitzring ist besiegelt“, titelte die RUNDSCHAU am 16. Februar hinsichtlich des Schicksals des seit vielen Jahren ausrangierten Schaufelradbaggers SRs 1500, „geparkt“ am nördlichen Ortrand von Hörlitz. Doch nun kommt alles ganz anders.

Ursprünglich sollte er nach dem Willen der drei Eigentümer-Kommunen Senftenberg, Großräschen und Schipkau in naher Zukunft gesprengt werden. Sie erklärten die dauerhafte Rettung des 3000 Tonnen schweren Stahlgiganten für finanziell nicht machbar. Die Schäden durch Vandalismus und Diebstahl seien so groß geworden, sodass der Tagebauriese nicht mehr gefahrlos betreten werden kann.

Von der Absicht, den 2002 außer Dienst gestellten Bagger zu sprengen, habe man aus der Zeitung erfahren, hieß es auf Nachfrage aus dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Archäologischen Landesmuseum in Wünsdorf. „Der Denkmalwert des Baggers ist schon seit etwa 2002/2003 erkannt worden. Seinerzeit ist man einfach davon ausgegangen, dass es nicht nötig sei, ihn auf die Denkmalliste zu setzen“, sagt Behörden-Sprecher Christof Krauskopf und erklärt, dass allein schon die Feststellung des  Denkmalwertes bedeute, dass das Objekt dadurch geschützt ist. Nun hat das Landesamt jedoch ganz schnell reagiert und den Bagger aufgrund des drohenden Verlustes offiziell auf die Denkmalliste gesetzt.

Das heißt noch nicht, dass der Bagger endgültig gerettet ist. „Aber jetzt gibt es eine Möglichkeit, konstruktiv mit den Eigentümern über dessen Zukunft zu sprechen“, erklärt Matthias Braxmann, der in der Wünsdorfer Behörde für Industrie- und Technikdenkmale zuständig ist. Doch wie kann der stählerne Riese auch für die kommenden Jahre erhalten werden? Und vor allem: Wer bezahlt das?

 Der Schaufelradbagger  darf nicht einfach gesprengt werden.
Der Schaufelradbagger darf nicht einfach gesprengt werden. FOTO: Torsten Richter-Zippack