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Vetschauer Bäcker Wahn
Aus Liebe zum Handwerk

 Philipp Fumfahr hat vor drei Jahren die Bäckerei Wahn in Vetschau übernommen. Er setzt auf Tradition und neue Ideen.
Philipp Fumfahr hat vor drei Jahren die Bäckerei Wahn in Vetschau übernommen. Er setzt auf Tradition und neue Ideen. FOTO: Michael Helbig
Vetschau. „Aus Liebe zum Handwerk“, lautet der Slogan, den Bäckermeister Phillipp Fumfahr dem Betrieb in Vetschau gab, den er 2015 von seinen Vorgängern übernommen hat. Diese liegt ihm im Blut, ist doch die Familie des gelernten Bäckermeisters selbst bereits seit fünf Generationen in dem Handwerk tätig.

„Mein Vater wie auch mein Opa haben den Beruf gelebt“, sagt Phillipp Fumfahr.

Die 1955 durch Bäckermeister Hans-Werner Wahn gegründete Backstube in der Vetschauer Bahnhofstraße wird momentan umfangreich aus- und umgebaut. Events und Werkverkauf sind geplant. Bei all dem ist es dem neuen Eigentümer wichtig, den Charme der Backstube zu erhalten.Die Sanitäreinrichtungen für die am Standort beschäftigten 25 Mitarbeiter sind bereits modernisiert. Im oberen Stockwerk des Gebäudes entstehen zudem Lehrlingswohnungen, die von den derzeit fünf Auszubildenden am Standort genutzt werden können.

Damals wie heute bietet die „Bäckerei Wahn“ ein umfangreiches Sortiment an Brot, Brötchen, Kuchen und Torten an. Für alle Produkte, wie auch für den Verkaufsschlager, das sogenannte „Lieblingsbrot“, ein Vollkornweizen/-roggen-Mischbrot, werden nur natürliche Zutaten verwendet. Das verwendete Getreide kommt aus Brandenburg und Sachsen.

Auf Regionalität legt der Bäckermeister großen Wert, sein Grundanspruch lautet „Lieber weniger, dafür bessere Produkte“. Stetig entwickelt Phillipp Fumfahr neue Ideen weiter – wie beispielsweise den Spritzkuchen, der bei ihm aus Dinkelbrandteig hergestellt wird. Oder „Des Plons Brot“ – ein Brot aus Spreewaldäpfeln, Weizen und Chiasamen. Im Rahmen von Kooperationen sind Teilchen, Brot und Brötchen auch im Süden des Landkreises, wie zum Beispiel dem Café Geraldine in Senftenberg zu erwerben.

Über 45 Beschäftige sind heute an den Standorten tätig – neben den Läden  in Vetschau und Lübbenau auch in der Filiale in Cottbus. Probleme bei der Fachkräftegewinnung hat Phillipp Fumfahr keine, derzeit erreichen ihn mehr Bewerbungen, als er annehmen kann. Seine Angestellten erhalten einige Unterstützung, wie die Übernahme der Kitagebühren. Weitere Beispiele für das soziale Engagement des Unternehmers sind die Zusammenarbeit mit Kindergärten oder auch dem Nachhilfecenter in Lübbenau.

Ein Anliegen ist ihm noch wichtig: der Ausbau der Bahnverbindungen in der Lausitz: „Eine ICE-Strecke wäre das stärkste Konjunkturprogramm, das wir uns hier vorstellen können. Es brächte Touristen und Arbeitskräfte in den Spreewald, aber auch Arbeiter in den Speckgürtel von Berlin“, so Phillipp Fumfahr.