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Elektromaschinenbau Noack KG
100 Jahre „schnurrende“ Motoren

 Mit seinem Team bringt Chef Klaus-Jürgen Noack (r.) Motoren jeglicher Art wieder zum Laufen.
Mit seinem Team bringt Chef Klaus-Jürgen Noack (r.) Motoren jeglicher Art wieder zum Laufen. FOTO: HWK Cottbus
Ruhland. 1919 gegründet, erlebte die Elektromaschinenbau Noack KG in den vergangenen 100 Jahren wechselhafte Zeiten. Einer Hauptaufgabe sind die Mitarbeiter dabei jedoch stets treu geblieben: der Reparatur von Elektromotoren.

In diesem Jahr feiert der Familienbetrieb aus Ruhland sein 100-jähriges Jubiläum.

Am 15. Februar 1919 wagte Paul Noack den entscheidenden Schritt: Er übernahm die Außenstelle des Dresdner Unternehmens Pöschmann & Co., einem Hersteller von Elektromotoren in der Krise, und machte sich selbstständig. Mit der Übernahme etablierte Paul Noack gleich das neue Geschäftsfeld, die Reparatur von Elektromotoren. Bis heute liegt darin das erfolgreiche Kerngeschäft des Betriebes. Zu den Kunden zählen große Industriebetriebe der Energie-, Chemie- und Papierbranche. Hauptauftraggeber war jedoch von Anfang an die Braunkohlewirtschaft mit ihren Tagebauen und Brikettfabriken.

Der heutige Geschäftsführer ist Klaus-Jürgen Noack, der 1957 bereits im Alter von 14 Jahren seine Lehre im Familienbetrieb begann. 1969 machte er seinen Meisterabschluss. Nachdem das Unternehmen von 1958 bis 1972 halbverstaatlicht war, wurde es im Mai 1972 zum VEB Elektromotoren Ruhland zwangsverstaatlicht. Eine schwierige Zeit für Klaus-Jürgen Noack, der damals bereits Mitbesitzer war. „Schon einmal, 1945 nach dem Krieg, mussten wir den Betrieb abgeben. Damals übernahmen die Russen und prüften, ob wir für die Kriegsproduktion gearbeitet hatten“, erinnert sich der 75-Jährige. Das war nicht der Fall, sodass der Betrieb nach einiger Zeit zurückgegeben wurde.

Nach der Wende 1990 war das nicht so einfach, diesmal musste der Handwerksmeister seinen Betrieb wieder zurückkaufen. Ebenfalls kein leichtes Unterfangen. Heute beschäftigt der Elektromaschinenbauermeister elf Mitarbeiter und zwei Lehrlinge, darunter auch sein eigener Enkel Maximilian Noack. Sie alle sind Spezialisten für Spulen, Magnete, Windungen und einfach alles, was zu einem Elektromotor dazugehört.

Für sein 100-jähriges Firmenjubiläum erhielt der Familienbetrieb von der Handwerkskammer Cottbus eine Ehrenurkunde.

(pm/sme)