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Cottbus
Wenn Alice ins Wunderland reist

Szenenfoto mit Gemma Pearce als Alice. Die Besucher dürfen sich am Sonnabend und in den anderen Aufführungen auf ein phantasievolles Tanzstück freuen.
Szenenfoto mit Gemma Pearce als Alice. Die Besucher dürfen sich am Sonnabend und in den anderen Aufführungen auf ein phantasievolles Tanzstück freuen. FOTO: Fotos: Marlies Kross
Cottbus. Das Tanzstück „Alice im Wunderland“ in der Choreografie von Torsten Händler wird an diesem Samstag, 22. September, ab 19.30 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus uraufgeführt.

(pm/ten) Händler entwickelte mit dem Cottbuser Ballett eine Choreografie, die sich in erster Linie an Erwachsene richtet. Die Rolle der Alice haben als Doppelbesetzung Venira Welijan und Gemma Pearce übernommen.

Lewis Carrolls Buch „Alice im Wunderland“ begeisterte seit seiner ersten Veröffentlichung im Jahr 1865 Generationen von Kindern und Erwachsenen. Die Titelheldin fällt in ein Kaninchenloch und gerät dadurch in eine Welt voll grotesker Begegnungen, rätselhafter Ereignisse und unglaublicher Veränderungen. Die Erlebnisse des Mädchens inspirierten bereits zahlreiche Künstler zu Umsetzungen in Film, Oper oder Tanz, in der Rock- und Popmusik sowie im Jazz.

Händler fasziniert an der Geschichte der kleinen Alice das scheinbar chaotische Spiel um Zeitbegriffe, Sprache, Vergänglichkeit und Verhaltensregeln, bei dem alles in Frage gestellt wird: ein anarchisches Potenzial, das phantasieanregend und beunruhigend zugleich ist. Seine Sicht auf Alices Wunderland setzt er in beeindruckende Bilder und faszinierende Bewegungen um.

Der Soundtrack stammt von Steffan Claußner, der sich seit Jahrzehnten im Bereich der improvisierten Musik einen Namen gemacht hat und viele Theater- und Tanzprojekte durch seine Klänge mitgestaltete. Torsten Händler und ihn verbindet eine lange Zusammenarbeit. Claußner schuf für „Alice“ eine maßgeschneiderte Collage aus bekannten Titeln und Eigenkompositionen. Bühne und Kostüme entwarf das gefragte Ausstatter-Team Leonie Mohr und Hannes Hartmann.

Torsten Händler interpretierte als Erster Solotänzer an der Staatsoper Unter den Linden alle großen Partien des Repertoires unter anderem in Choreografien von Rudolf Nurejew, George Balanchine, John Cranko, William Forsythe, Maurice Béjart und Roland Petit. Auch als Ballettdirektor, unter anderem in Chemnitz, und als Leiter der Deutschen Tanzkompanie war er erfolgreich. Mit dem Cottbuser Ballettensemble brachte er bereits „Die kleine Meerjungfrau“ und „Ein Tag bei Norma“ zur Uraufführung.

Für die Premiere und die nächsten Vorstellungen am Samstag, 29. September, 19.30 Uhr; Donnerstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr; Samstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr, und Sonntag, 28. Oktober, 16 Uhr, sind Karten erhältlich im Besucherservice, online über www.staatstheater-cottbus.de, das Ticket-Telefon 0355 78 24 24 24, die RUNDSCHAU-Hotline 0355 48 15 55 sowie an der Abendkasse.