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Glad-House
Von Hip-Hop bis Punk

 Schon 2016 trat die Band AnnenMayKantereit im Cottbuser Glad-House auf. Trotz inzwischen ausverkauften Auftritten in großen Hallen, spielten sie jüngst wieder auf der kleinen Bühne der Jugendkultureinrichtung.
Schon 2016 trat die Band AnnenMayKantereit im Cottbuser Glad-House auf. Trotz inzwischen ausverkauften Auftritten in großen Hallen, spielten sie jüngst wieder auf der kleinen Bühne der Jugendkultureinrichtung. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Das Jugendkulturzentrum Glad-House beweist immer wieder ein Händchen, wenn es darum geht, begehrte Interpreten nach Cottbus zu holen. Erst jüngst trat dort die Rockband AnnenMayKantereit auf. Weitere Höhepunkte folgen in diesem Jahr. Von Stephan Meyer und Julian Münz

Darauf, dass die Kölner Band AnnenMayKantereit am vergangenen Samstag abermals im Cottbuser Glad-House aufgetreten ist, ist Cordula Lenk stolz. Bereits 2016 konnte die Leiterin des Veranstaltungsbüros des Jugendkulturzentrums die Musiker in die Lausitz locken. Inzwischen ist die Band wesentlich bekannter, mischt in den Charts oben mit und spielt vor ausverkauften Hallen in Berlin, Hamburg oder München. Das Künstler solchen Formats wieder zu kleinen Spielorten zurückkehren, ist keine Selbstverständlichkeit.

„AnnenMayKantereit könnten mittlerweile überall spielen“, weiß auch Cordula Lenk. Sie glaubt, dass die guten Erfahrungen aus der Vergangenheit dazu beigetragen haben, dass die Band wieder in der Lausitz Station gemacht hat. „Wenn es ihnen hier nicht gefallen hätte, müssten sie auch nicht mehr in Cottbus auftreten.“ Und Henning May, Sänger von AnnenMayKantereit, gibt ihr während des jüngsten Konzerts Recht: „Wir wollten unbedingt wieder hier spielen, weil das letzte Mal ein einzigartiger Abend für uns war.“

Weitere Musikgrößen und solche, die es vielleicht noch werden wollen sowie Geheimtipps unter Kennern folgen dieses Jahr noch im Programm der Jugendkultureinrichtung. Die deutsche Avantgarde-Pop und -Indieband Phillip Boa and the Voodooclub kommen ebenfalls zum wiederholten Male nach Cottbus. Sie spielt am 1. März im Glad-House. Der Berliner Rapper B-Tight ist auch ein Wiederholungstäter und tritt eine Woche später auf. Weitere Künstler und Bands, die 2019 auf der gleichen Bühne spielen werden, sind unter anderem die Indie-Band Kettcar, die Death Metal-Gruppe Six Feet Under sowie die Ruhrpott-Punker Die Kassierer.

„Ich versuche, das Programm so breit wie möglich zu gestalten“, erklärt Cordula Lenk. Von Rap bis Punk könne dabei jedes Genre im Jugendkulturzentrum vertreten sein. „Damit möchten wir ein möglichst unterschiedliches Publikum ins Glad-House bekommen“, erklärt sie. Und womöglich will der Club dabei noch für einige weitere einzigartige Abende sorgen.