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Geld für Pückler-Ausstellung
Sternstunde für Pückler in Branitz

Große Freude über Fördermittel für die neue Pückler- Dauerausstellung: v.l.n.r. Sparkassenvorstand Ralf Braun, Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Stiftungsdirektor Gert Streidt, Oberbürgermeister Holger Kelch und Reiner Walleser, Abteilungsleiter im Kulturministerium.
Große Freude über Fördermittel für die neue Pückler- Dauerausstellung: v.l.n.r. Sparkassenvorstand Ralf Braun, Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Stiftungsdirektor Gert Streidt, Oberbürgermeister Holger Kelch und Reiner Walleser, Abteilungsleiter im Kulturministerium. FOTO: Angelika Brinkop / LR
Cottbus.. Gestrahlt hat am Mittwoch nicht nur der Sternenhimmel im Musikzimmer des Schlosses in Branitz. Gert Streidt, Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, ist glücklich über die Fördermittelzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für die Umsetzung einer Dauerausstellung im Schloss Branitz mit dem Titel „Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz“.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Spree Neiße haben in den letzten Jahren bereits zahlreiche Restaurierungsarbeiten am Schloss ermöglicht. Dadurch konnten unter anderem die Salons gestaltet werden, die einen Einblick in Pücklers Lebenswelt gestatten.

Die neue Dauerausstellung, für die elf weitere Räume restauriert werden, soll zeigen, was Pückler ausmacht, was er für ein Mensch war, was ihn bewegt hat und was er hinterlassen hat. „Pückler hat die Welt in ihrer Vielfalt erlebt und mit in die Lausitz gebracht. Damit ist Branitz auch ein Ort der Toleranz, und das wollen wir deutlich machen“, so Streidt.

Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, lobte Branitz als kostbaren Ort, der Engagement und das Zusammenspiel von vielen benötigt, damit dieser Kulturschatz erhalten bleibt. Er sinnierte darüber, welchen Platz Pückler einnehmen würde, wenn er in der Jetzt-Zeit leben würde. „Er wäre sicher auch heute eine schillernde Persönlichkeit, die ständig in Talk-Shows präsent wäre. Und die einvernehmliche Trennung Pücklers von seiner Lucie, um nach einer reichen Braut Ausschau zu halten, wäre sicher eine Geschichte für die Super Illu gewesen“, erklärte Rauch schmunzelnd. Er machte deutlich, dass die Sparkassenstiftung sehr wählerisch bei der Auswahl der Orte ist, die unterstützt werden. Er lobte das Konzept für die neue Dauerausstellung über die herausragende Persönlichkeit Pücklers, der ein Erbe von europäischer und sogar weltweiter Geltung als Gartenkünstler, Reiseschriftsteller und nicht zuletzt von Lebensart hinterlassen hat. Die Ausstellung soll im Mai 2019 eröffnet werden.

Bei einem Rundgang informierten sich die Gäste über den bisherigen Einsatz von Fördermitteln, wie hier im Speisesalon.
Bei einem Rundgang informierten sich die Gäste über den bisherigen Einsatz von Fördermitteln, wie hier im Speisesalon. FOTO: Angelika Brinkop / LR