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Cottbus
Neue Ausstellung im Kunstmuseum

Auch das „Aprilwetter“ ist in der Ausstellung von Johannes Heisig zu sehen.
Auch das „Aprilwetter“ ist in der Ausstellung von Johannes Heisig zu sehen. FOTO: Lars Wiedemann
Cottbus. Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus zeigt ab diesem Wochenende die Ausstellung „Tonlagen“ mit Arbeiten von Johannes Heisig.

(pm/ten) Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus zeigt ab diesem Wochenende die Ausstellung „Tonlagen“ mit Arbeiten von Johannes Heisig. Die Schau kann bis 24. Juni besichtigt werden. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr.

Im Zentrum der Ausstellung des von Berlin ins Land Brandenburg umgezogenen Malers Johannes Heisig steht das Triptychon „BeBerlin oder die einende Kraft der Musik“ (2009/11) aus dem Besitz des Museums. Es bildet den Schlussstein der Bilderfolge „Es war einmal“, die sich der eigenen wie gesellschaftlichen Erinnerungskräfte vergewissert: an die aufgeladene Atmosphäre der Teilungsjahre, die schlussendlich zur friedlichen Revolution und dem Sturz der Mauer führten. Jene geballte Form zeitgeschichtlicher Brüche und Ereignisse lenkten Heisig zu vielschichtigen Themen zwischen Stadtlandschaft und Porträt. Das Triptychon darf, auch seiner Größe nach, als ein Hauptwerk im Schaffen des Künstlers angesehen werden. Ausgehend von diesem Großformat werden einerseits Malereien präsentiert, die sich akuten gesellschaftlichen Spannungsfeldern annähern, wie andererseits Bilder zur Musik im Schaffen des Künstlers einen weiteren Schwerpunkt bilden.

Die Präsentation umfasst gut 70 Malereien sowie Arbeiten auf Papier. Zum ersten Mal wird der komplette Zyklus der großformatigen Kohlezeichnungen „Krähe: aus dem Leben und den Gesängen der Krähe“ (2011) gezeigt. Die ekstatischen Verse des englischen Dichters Ted Hughes (1930-1998) mit ihrem existentiellen, ja apokalyptischen Pathos, inspirierten Johannes Heisig nachhaltig zu dieser außergewöhnlichen Werkgruppe.

(pm/ten)