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Geld zum Erhalt der Kulturlandschaft
Weihnachtsgeld für die Pflege von Spreewaldwiesen

 Eine typische Spreewaldwiese mit Fließ und Heuschober – hier der Stichgraben bei Lehde.
Eine typische Spreewaldwiese mit Fließ und Heuschober – hier der Stichgraben bei Lehde. FOTO: Andreas Traube
Lübbenau. 126 Landwirtschaftsbetriebe im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald bekommen noch in diesem Jahr über 178 000 Euro für die Pflege kleiner Wiesenflächen ausgezahlt. Die Mittel stehen im Rahmen des neuen Spreewaldwiesenprogramms zur Verfügung.

„Über den Vertragsnaturschutz konnten über 2000 Hektar blüten- und insektenreicher Wiesen dieser Kulturlandschaft gepflegt werden“, erklärt der Sprecher des Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, Jens-Uwe Schade.

Landwirte und Landwirtschaftsbetriebe, die Wiesen im Biosphärenreservat pflegen, erhalten erstmals einen Erschwernisausgleich. Gefördert werden landwirtschaftlich genutzte Wiesenflächen mit einer Größe kleiner als drei Hektar. Diese grundwassernahen Feuchtwiesen, die teilweise nur mit hohem Aufwand bewirtschaftet werden können, bilden das Rückgrat des Biosphärenreservats. Ohne finanzielle Unterstützung ist der Erhalt solcher – unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten unrentablen – Flächen nicht zu gewährleisten.

Ihr Erhalt sei für den Spreewald in zweierlei Hinsicht erstrebenswert, so der Sprecher. Zum einen bilden die kleinteiligen Wiesen und die markanten Heuschober das typische und besonders für Touristen attraktive Erscheinungsbild der Kulturlandschaft, zum anderen bieten sie Lebensraum für spezialisierte Arten wie Weißstorch, Bekassine und zahlreiche Blühpflanzen, die hier beobachtet werden können. Aus diesen Gründen wurden 2018 im Rahmen der Spreewaldwiesenförderung 365 Hektar Wiesenflächen unter Vertrag genommen. Diese verteilen sich auf insgesamt 2150 Einzelflächen im gesamten Gebiet des Biosphärenreservats von Guhrow über Burg, Lehde und Lübben bis nach Pretschen an die äußersten Randgebiete des Spreewalds.

„Zwischen den Dörfern Lehde und Leipe wurden sogar Flächen gemäht, die bis heute traditionell nur über den Wasserweg zu erreichen sind. Das Spreewaldwiesenprogramm trägt damit zum Erhalt und zur Vielfalt einer unvergleichlichen Landschaft bei“, so Jens-Uwe Schade.