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Burg/Lübben
Spreewaldmarathon auf Rekordkurs

Neuer Rekord: Mehr als 12 000 Sportler nutzten die verschiedenen Angebote beim Spreewaldmarathon.
Neuer Rekord: Mehr als 12 000 Sportler nutzten die verschiedenen Angebote beim Spreewaldmarathon. FOTO: Michael Helbig
Burg/Lübben. Mehr als 30 Wettbewerbe locken Sportler aus 26 Ländern an diesem Wochenende in den Spreewald. Besonders das Interesse für die Rad-Strecken sprengt alle Kapazitäten.

An diesem Wochenende findet der 16. Spreewaldmarathon statt. Für die größte Breitensportveranstaltung des Landes Brandenburg erwarten die Veranstalter einen neuen Teilnehmerrekord. „Etwa 11 000 Sportler haben sich bis jetzt angemeldet und jeden Tag kommen mehr dazu“, sagt Organisator Hans-Joachim Weidner. Auch vor Ort werden Anmeldungen möglich sein. Im vergangenen Jahr starteten insgesamt 12 216 Teilnehmer.

Lübben wird am 21. April erneut zum Mekka des Radsports. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur 4000 Radler von der Schlossinsel aus starten. Fast 1200 Namen stehen jeweils in den Starterlisten der 200 und der 110 Kilometer.

„Gerade diese extrem langen Strecken ziehen Sportler magisch an. Da sind Herausforderung und Erlebnis einfach am größten“, erklärt Hans-Joachim Weidner. Das Teilnehmerfeld ist traditionell international. Sportler aus 26 Ländern haben sich bisher angemeldet. Darunter Dänen, Italiener, Österreicher, Briten und Polen.

Gesamtleiter Hans-Joachim Weidner zufolge gehören der Halbmarathon durch das Biosphärenreservat, der Frauenlauf, die Nachtläufe in Lübbenau und Burg sowie der Marathon zu den beliebtesten Wettbewerben. Um den Sportlern die Teilnahme zu versüßen, hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen: „Entlang mancher Strecken werden Bands und Solo-Instrumentalisten auftreten.“

Der Spreewald-Marathon hat sich zur Kultveranstaltung entwickelt, bei der es um mehr als 42 195 fußläufige Kilometer geht: Über 30 Wettbewerbe in den Disziplinen Laufen, Radfahren, Inline-Skaten, Paddeln, Walken und Wandern stehen zur Wahl. Alle Strecken führen durch spreewaldtypische Landschaften - entlang der Fließe, Wiesen und Wälder des Biosphärenreservats Spreewald, durch deren Ortschaften und pitoreske Städte. „Das macht diesen Wettbewerb auch so einzigartig und beliebt. Die Teilnehmer können die wunderschöne Region kennenlernen und gleichzeitig Sport treiben“, meint Hans-Joachim Weidner.

Vielfältig ausgestattete Verpflegungspunkte sorgen für die notwendige Energiezufuhr auf der Strecke. Neben Klassikern wie Obst und Wasser, Schorle, Iso-Trink und Cola gibt es unter anderem Süßes, Salziges, Gebäck, Schokolade, Trockenfrüchte und wie könnte es anders sein: Spreewald-Gurken. Mehr als zwei Tonnen davon werden am Wochenende ausgeteilt. „500 freiwillige Helfer sind rund um die Uhr im Einsatz. Ohne die wäre die Veranstaltung nicht möglich“, ist sich der Chef sicher. Neben den Verpflegungspunkten müssen sie auch die Strecken sichern und vorbereiten. „Einige von ihnen sind schon seit 3 Uhr morgens unterwegs und bringen die Schilder an“, sagt er. Im Ziel angekommen erhalten alle Aktiven ihre einzigartige Gurkenmedaille – mit Glück, von der Spreewald-Königin persönlich umgehangen. Mehr als 14 000 Medaillen wurden dafür bestellt.

Einzelzeitfahren im Inline-Skaten und Rad eröffneten am Freitag das Sportfestival. Das Radlerfest in Lübben ist am Samstag mit 4.000 Teilnehmern (15 bis 200 Kilometer) das größte Brandenburgs. In Lübbenau wird gelaufen, gewandert und gewalkt. Sonntag richten sich dann alle Augen auf Burg: Nach der Zieldurchfahrt der Halbmarathon-Skater gehen die Marathon-, Halbmarathon- sowie die Zehn-Kilometer-Läufer an den Start.

Eine Übersicht über alle Straßensperrungen finden Sie online unter www.lausitzer-woche.de/spreewald.

(asd/jje)