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Immer mehr Sportler im Spreewald
Radelflut zum Spreewaldmarathon

 Die Radler stellen beim Spreewaldmarathon die größten Teilnehmerfelder.
Die Radler stellen beim Spreewaldmarathon die größten Teilnehmerfelder. FOTO: Andreas Staindl
Spreewald. Im Spreewald heißt es zum 17. Mal „Auf die Gurke fertig los“. Der Spreewaldmarathon beherrscht seit Donnerstag das gesamte Wochenende nach Ostern die Szenerie im Spreewald.

Insgesamt 44 Wettbewerbe auf 33 Strecken und mehr als 12 250 Voranmeldungen über das Online-Portal – Im Vorfeld der wohl größten Breitensportveranstaltung des Landes beherrschen jedes Jahr die Zahlen die Szenerie. Organisationschef Hans-Joachim Weidner und seine zahlreichen Helfer, mehr als 500 werden es wohl wieder sein, stellen wie in jedem auch dieses Jahr wieder ein Mega-Event auf die Beine. Zum Debüt im Jahr 2003 waren 3000 Teilnehmer mit von der Partie.

Für die Spreewaldmarathon-Ausgabe 2019 gibt es etwas Neues. Beim Radfahren, das neben dem Laufen zu den beliebtesten Sportarten zählt, hat sich in Lübben wegen der Bauarbeiten der Startort verändert: Nicht auf der Schlossinsel, sondern im Sportpark Majoransheide werden die Ritter der Pedale auf die Tour gehen. Organisationschef Weidner sieht gleichzeitig ganz neue Chancen für das Radlerfest in Lübben.

Und noch ein Wettbewerbs-Novum soll es vorrangig für sportliche Anfänger und wenig trainierte Sportler geben. Der Wettbewerb Run & Bike ist für Freitagabend 18 Uhr über die Distanz von 6,4 Kilometer an der Straupitzer Mühle ausgeschrieben. Die Strecke ist als Wendekurs bis nach Laasow ausgewiesen.

Eine Premiere wird nahezu zeitgleich der „Marathon-Talk“ sein. Olympiasieger, Weltmeister und andere Prominenten sollen in dieser Runde zu Wort kommen. Eingeladen dafür sind die Handbike-Zeitfahr-Olympiasiegerin Dorothe Vieth, der Rad-Weltmeister Maximilian Levy sowie Rad-Olympiasieger Olaf Pollack. Ulrich Jansch und Roland Strahl wollen die Sportler in der Majoransheide interviewen.

Traditionell sind beim Spreewaldmarathon die Radsportstrecken sehr stark gebucht. Weit über 1000 Starter wollen die 110 Kilometer (Samstag, 9 Uhr, Majoransheide) sowie die 200 Kilometer (Samstag, 7.30 Uhr) unter die Reifen nehmen. Hier musste der Veranstalter schon Limits setzen, weil das Interesse der Radbegeisterten übergroß ist. Hintergrund ist, dass die großen Starterfelder enorme Zeit benötigen, vor allem kurz nach dem Start. Beispielsweise benötigen 1000 Teilnehmer beim Passieren einer Kreuzung vom ersten bis zum letzten Radfahrer rund 45 Minuten, haben die Organisatoren ausgerechnet.

Bei so vielen Sportbegeisterten, die im Spreewald laufen, skaten, radeln, paddeln, walken, darf auch die Politik nicht fehlen: Ministerpräsident Dietmar Woidke will am Sonntag den offiziellen Startschuss geben. Dann werden die Marathonläufer in Burg auf die 42,195 Kilometer gehen. In die Teilnehmerliste haben sich bislang 230 Läufer eingetragen.

 Die Radler stellen beim Spreewaldmarathon die größten Teilnehmerfelder.
Die Radler stellen beim Spreewaldmarathon die größten Teilnehmerfelder. FOTO: Andreas Staindl
(bt)