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Kreiswettbewerb gewonnen
Raddusch – ein Dorf mit Zukunft

Sieger des diesjährigen Kreiswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde Raddusch. Das Dorf kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro freuen.
Sieger des diesjährigen Kreiswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde Raddusch. Das Dorf kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro freuen. FOTO: Landkreis
Oberspreewald-Lausitz.. Große Freude im kleinen Raddusch: Der beschauliche 700-Seelen-Ort ist der Sieger des 10. Kreiswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“. Dem Dorf ist es gelungen, sich gegen acht Mitstreiter zu behaupten und die Jury von sich und seinen Qualitäten zu überzeugen.

Mit auf dem Treppchen stehen als Zweitplatzierter das Dorf Muckwar und als Drittplatzierter der Großräschener Ortsteil Dörrwalde. Die Siegerehrung fand kürzlich im Rahmen der Kreistagssitzung in Lauchhammer statt. Neben der Kreistagsvorsitzenden Martina Gregor-Ness, Landrat Siegurd Heinze und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Niederlausitz, Lothar Piotrowski, gratulierte auch Ministerpräsident Dietmar Woidke, letzterer per Videobotschaft. 

Bereits das sechste Mal hat Raddusch am Kreiswettbewerb teilgenommen. Nach einem ersten Platz im Jahr 2011 reichte es nunmehr erneut für den Titel. „Raddusch hat die Jury in allen zu bewertenden Schwerpunkten voll überzeugt“, heißt es in der entsprechenden Begründung. In Raddusch werde das Dorfentwicklungskonzept kontinuierlich umgesetzt und zielstrebig weiterentwickelt. Dabei werden alle Vereine und die Einwohner in die Zukunftsplanung einbezogen. Die Radduscher bringen sich gern und aktiv in die Umsetzung der gesteckten Ziele ein.

Das Dorf verfügt zudem über einige Alleinstellungsmerkmale: So gibt es eine sorbisch-deutsche Kita, in der der Kita-Alltag zweisprachig gelebt wird. Als „Spreewalddorf“ mit Naturhafen hat sich Raddusch der planmäßigen und kontinuierlichen Entwicklung des sanften Tourismus verschrieben. Mittlerweile gibt es mehrere Naturlehrpfade rund um den Ort. Zuletzt kam 2017 der „Libellenpfad“ neu hinzu. In der „Alten Backstube“ mit Kunstscheune, die am 1. Juli 2017 eröffnete, stellen mit der Region verwurzelte Künstler ihre Werke aus. Um noch mehr Gäste begrüßen zu können, werden zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen.

Im Dorf gibt es eine Alpaka-Finka, die auch für die jüngeren Radduscher ein beliebtes Ausflugsziel darstellt. Nicht zuletzt auch als Ausrichter des diesjährigen 14. Brandenburger Dorf- und Erntefestes zeigte Raddusch, dass Großes in ihm steckt.

Nichts Geringeres als den Status „anerkannter Erholungsort“ haben sich Ortsvorsteher Ulrich Lagemann und seine Mitstreiter zum Ziel gesetzt. Ebenso, wie den Bahnhaltepunkt Raddusch der Bahnstrecke Cottbus-Berlin wiederzubeleben. Eine entsprechende Bürgerinitiative setzt sich dafür ein.

Neben dem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro können sich die Radduscher über ein Schild mit der Aufschrift „Sieger des 10. Kreiswettbewerbes 2017 Unser Dorf hat Zukunft Landkreis Oberspreewald-Lausitz“ freuen. Dieses wird sicher bald das vorherige ablösen und damit auf den erlangten Sieg hinweisen.

Der Zweitplatzierte Muckwar erhielt ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro, Dörrwalde konnte in Lauchhammer einen Scheck über 1000 Euro entgegennehmen. Die weiteren Teilnehmer – Grünewalde, Schwarzbach/Biehlen, Kostebrau, Bolschwitz, Groß Mehßow, Kalkwitz – erhielten eine Prämie in Höhe von 500 Euro.

Raddusch wird den Landkreis beim Landeswettbewerb 2018 und eventuell sogar beim Bundeswettbewerb 2019 repräsentieren. Der Sieger des letzten Kreiswettbewerbes war Dörrwalde.