| 16:55 Uhr

Saniert
Neue Spreewelten laden jetzt ein

Der Kinderspielbereich ist mit einer Acryl-Glaswand an das gegenüberliegende Pinguin-Außenbecken angebunden.
Der Kinderspielbereich ist mit einer Acryl-Glaswand an das gegenüberliegende Pinguin-Außenbecken angebunden. FOTO: LR / Rüdiger Hofmann
Lübbenau. Nach 14 Monaten Bauzeit, in denen über zwölf Millionen Euro verbaut wurden, öffnet das Spreeweltenbad wieder. Das Hotel gleich nebenan soll im März nächsten Jahres die ersten Gäste beherbergen.

(rdh) 400 geladene Gäste sind am Montag in das umgestaltete und neu sanierte Spreewelten-Bad nach Lübbenau gekommen, um an der VIP-Eröffnungsfeier teilzunehmen. Baufirmen, Handwerker, Planer, Stadtverordnete, Touristiker und Badmitarbeiter haben sich versammelt, um die neuen Restaurants Baldura und das Birken-Bistro zu testen und während der Zeremonie über das, was in den vergangenen 14 Monaten Bauzeit für mehr als zwölf Millionen Euro entstanden ist, zu plaudern.

Das umgebaute Spreeweltenbad ist bereits jetzt zu einer Attraktion in der Spreewaldstadt geworden. Die Anlage bietet künftig einige Überraschungen – wie interaktive und selbst programmierbare Rutschen. „Die neuen Spreewelten sind ein echter Gewinn. Tourismusförderung und Stadtentwicklung gehen Hand in Hand. Die neue Bade- und Wellnesslandschaft und das neue Hotel sind ein weiterer wichtiger Baustein für noch mehr Attraktivität in der beliebten Urlaubsregion. In den letzten Jahren hat sich Lübbenau zu einem attraktiven Wohn- und Lebensort entwickelt“, sagt Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) während der Eröffnung.

Eine große Glasfront gestattet zudem vom Kinderspielbereich einen Blick auf das separate Außenbecken der Pinguine. 120 Meter neu geschaffene Sitzfläche sind im Innenbereich entstanden. Mit dem Umbau wurden auch die Badebecken vergrößert. Klaus Batz von der European Waterpark Association, dem Dachverband des Badbetreibers, spricht von einem „Quantensprung“, den die Spreewelten gemacht haben. Anteil an der „Verwandlung“ eines 20 Jahre alten Bads in eine „Pinguinerlebniswelt“ haben nach Auffassung von Spreewelten-Geschäftsführer Michael Jakobs eine Reihe von Akteuren. Geldgeber waren der Eigentümer, die Stadt Lübbenau, aber auch das Land Brandenburg, das 5,5 Millionen Euro an touristischer Infrastrukturförderung beigesteuert hat.

Ab Samstag, 1. Dezember, können dann die Besucher wieder mit den Pinguinen gemeinsam schwimmen. Der Zugang zum Bad ist barrierefrei.

Die Stadt und Spreewelten verfolgen für die Zukunft ein fast bescheiden wirkendes Ziel: Die vor der Schließung des Bads erreichte Besucherzahl soll gehalten werden. 250 000 bis 270 000 waren es im Jahr gewesen, so Marketingleiter Steven Schwerdtner. Genug, um der Stadt Lübbenau jährlich eine halbe Million Euro Pacht überweisen zu können.

Da im März nächsten Jahres das mit dem Bad baulich verbundene Hotel Spreewelten eröffnet, hoffe man, möglicherweise sogar 300 000 Gäste ins Bad zu bekommen. Das wären täglich gut 700 Besucher.

Ob diese Zahl schon am ersten Öffnungstag, Samstag, 1. Dezember, erreicht wird, wenn der normale Badbetrieb anläuft – diese Frage möchte Schwerdtner doch lieber erst nach dem großen Eröffnungswochenende beantworten.

Der Kinderspielbereich ist mit einer Acryl-Glaswand an das gegenüberliegende Pinguin-Außenbecken angebunden.
Der Kinderspielbereich ist mit einer Acryl-Glaswand an das gegenüberliegende Pinguin-Außenbecken angebunden. FOTO: LR / Rüdiger Hofmann