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LÜBBENAU
Kähne auf vier Kilometern

 Tausende Zuschauer wie auf dem Foto des Vorjahres werden wieder zum traditionellen Kahnkorso in Lübbenau am Sontaganachmittag (Beginn 15 Uhr) und entlang der Strecke erwartet.
Tausende Zuschauer wie auf dem Foto des Vorjahres werden wieder zum traditionellen Kahnkorso in Lübbenau am Sontaganachmittag (Beginn 15 Uhr) und entlang der Strecke erwartet. FOTO: LR / Daniel Preikschat
LÜBBENAU . Mit dem Schützenumzug durch die Altstadt wird am Sonnabend das Lübbenauer Spreewald- und Schützenfest eröffnet. Der offizielle Auftakt findet traditionell im Schlosspark statt. Höhepunkt wird der Kahnkorso am Sonntagnachmittag sein.

(brend/bt) Die Zahlen können sich mehr als sehen lassen: Rund 400 Teilnehmer werden den diesjährigen großen Lübbenauer Kahnkorso zum Schützen- und Spreewaldfest mit verschiedenen Einblicken in Tradition, Brauchtum und Lebensweise der Spreewälder, aber auch speziell der Geschichte der Lübbenauer und ihrer Stadt sowie des städtischen Vereinslebens bereichern.

 Auf mehr als 40 Kähnen präsentieren die Lübbenauer den Gästen, die vom Großen Hafen und den anliegenden Ufern aus die Vielfältigkeit des Korsos bestaunen können, mit großem Stolz ihre Stadt. Dies ist schließlich auch das Anliegen der Teilnehmer des Kahnkorsos. „Für die Teilnehmer, wie beispielsweise die Vereine, ist es ein Muss dabei zu sein und zu zeigen, was Lübbenau und seine Umgebung alles zu bieten hat“, sagt Daniel Schmidgunst von der Spreewald-Touristinformation und Organisator des großen Events.

Die Kähne werden in einer rund vier Kilometer langen Kolonne die Vielfalt des Spreewalds in vier Rubriken repräsentieren. Ein Teil der Kähne widmet sich dem Spreewälder Brauchtum wie etwa der Kahn des Trachtenvereins Raddusch. Zudem werden ungewöhnliche bis kuriose Traditionen anschaulich dargestellt, so etwa der Brauch des Zamperns, das Vertreiben des Winters durch den Rubisko-Verein, der sich die Pflege wendischer Bräuche auf die Fahnen geschrieben hat. Der Brauch des Zamperns wird hoffentlich bei den wünschenswerten sommerlichen Temperaturen nicht notwendig werden.

 In einer weiteren Rubrik präsentiert eine Gruppe von Kähnen die Geschichte der Stadt Lübbenau von gestern bis in unsere heutige Zeit. Hierbei veranschaulichen beispielsweise die Post oder auch das DRK mit ihren individuellen Kahngestaltungen ihre Arbeit. Zudem wird die Feuerwehr mit einem originalen Löschkahn mit Spritze ihre Arbeit, und das zur Freude der Kinder, vorführen. Weitere Kähne stellen nicht nur die Mannigfaltigkeit des Vereinslebens Lübbenaus dar, sondern erinnern auch an die lange Tradition dieser Vereine. So dürfen die Gäste beispielsweise auf den Kahn der Spielmannsleute der TSG Lübbenau gespannt sein.

 Doch auch Vereine aus nah und fern sind im Lübbenauer Korso gern gesehene Gäste und präsentieren ebenso ihren Facettenreichtum auf verschiedenen Kähnen. Der Görlitzer Shanty Chor zum Beispiel wird nicht nur die anwesenden Gäste am Großen Hafen zur Eröffnung begeistern, sondern auch vom Kahn aus mit seinen Gesängen Freude in die Gesichter der Zuschauer zaubern, die wohl wieder zahlreich die Ufer an der Hauptroute des Korsos bis nach Lehde säumen werden.

Am Lübbenauer Großen Hafen wird am Sonntag, 7. Juli, um 15 Uhr der Startschuss zum Kahnkorso gegeben. Neben dem Görlitzer Shanty Chor wird „Günni – der singende Spreewaldwirt“ – die anwesenden Zuschauer auf die breit gefächerte Schau auf dem Wasser schon ab 14 Uhr entsprechend einstimmen.

 Tausende Zuschauer wie auf dem Foto des Vorjahres werden wieder zum traditionellen Kahnkorso in Lübbenau am Sonatganachmittag (Beginn 15 Uhr) und entlang der Strecke erwartet.
Tausende Zuschauer wie auf dem Foto des Vorjahres werden wieder zum traditionellen Kahnkorso in Lübbenau am Sonatganachmittag (Beginn 15 Uhr) und entlang der Strecke erwartet. FOTO: LR / Daniel Preikschat