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Heimischer Anbieter
Großer Andrang beim Baumverkauf

 Leute suchen auf dem Forsthof in Lübben-Börnichen ihren Weihnachtsbaum.
Leute suchen auf dem Forsthof in Lübben-Börnichen ihren Weihnachtsbaum. FOTO: Andreas Staindl
LÜBBEN. Weihnachtsbäume aus heimischen Wäldern sind heiß begehrt. „Das Interesse steigt von Jahr zu Jahr“, bestätigt Diana Morch. Sie leitet das Forstrevier in Briesensee.

Die Landeswaldoberförsterei Lübben hatte zum Weihnachtsbaumverkauf eingeladen. Auf dem Forsthof in Lübben-Börnichen war der Andrang groß. „So groß wie in diesem Jahr war die Nachfrage noch nie“, erklärt die Leiterin des Reviers in Briesensee (Lieberose-Oberspreewald) auf die neugierige Frage des Reporters. Diana Morch hatte den Hut für den Weihnachtsbaumverkauf auf.

Seit Jahren werden Bäume von Plantagen in der Region angeboten. „Wir holen unseren Weihnachtsbaum schon einige Jahre von hier“, erzählt Svenja Richter (15). „Das sind ‚faire Bäume’, und preiswert sind sie auch noch. Und sie sind hier in der Gegend gewachsen, besser geht es ja gar nicht.“ Die Nachhaltigkeit liegt offenbar vielen Leuten am Herzen.

 Schon kurz nach Beginn des Verkaufs am frühen Samstagvormittag waren zahlreiche Bäume ausgesucht, bezahlt und abtransportiert. „Wir hatten 160 Bäume geschnitten und angeboten, das sind etwa 20 mehr als im vergangenen Jahr“, erzählt Diana Morch. „Die Hälfte davon war schon nach eineinhalb Stunden verkauft.“ Da ging der große Ansturm erst so richtig los. Auch zahlreiche Familien machten sich auf die Suche nach einem Weihnachtsbaum.

Vier verschiedene Baumarten wurden angeboten: gemeine Fichten, Blaufichten, Küsten-Tanne und Kolorado-Tanne. Sie stammen von den Plantagen in Krausnick (Unterspreewald), Caminchen (Lieberose-Oberspreewald) und aus der Rochauer Heide – ganz im Süden des Landkreises Dahme-Spreewald. Etwa fünf Jahre lang wachsen Weihnachtsbäume, bevor sie geschnitten und zum Verkauf angeboten werden.

In diesem Jahr hatten es die Bäume besonders schwer. „Sie haben wegen der langen Trockenheit sehr gelitten“, sagt Diana Morch. „Das hat zu Verlusten geführt.“ Die Forst verkauft ihre Weihnachtsbäume deutlich preisgünstiger als andere Anbieter. „Für uns ist der Weihnachtsbaumverkauf vor allem Öffentlichkeitsarbeit“, erzählt die Försterin. „Wir kommen mit den Leuten ins Gespräch, können auf uns und unsere Arbeit aufmerksam machen, das ist viel wert.“

Mehrere Mitarbeiter der Landeswaldoberförsterei Lübben waren am Samstag vor Ort. Sie hatten den einen oder anderen Tipp parat, wenn gar kein Baum fallen wollte, eine Entscheidung schwer fiel, schnitten störende Äste ab und spitzten den Stamm mit der Motorsäge an – alles gratis natürlich und mit einem freundlichen Wort auf den Lippen.

Der Weihnachtsbaumverkauf auf dem Forsthof in Börnichen ist immer auch ein Erlebnis für die ganze Familie, das die Vorfreude auf Heiligabend zusätzlich steigert.