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Sturmtief Bennett fordert Tribut
Dachteile stoppen Eurocity

 Die Lok des Eurocity hat Teile des Daches erfasst.
Die Lok des Eurocity hat Teile des Daches erfasst. FOTO: Peter Schneider/Amt Unterspreewa / Peter Schneider
Golßen. Am Montagabend fegte Sturmtief Bennett mit Spitzengeschwindigkeiten um 100 Kilometer in der Stunde über die Lausitz. Auf der Bahnstrecke Berlin-Prag mussten im Bereich Golßen 200 Personen aus einem EC evakuiert werden.

Schwere Böen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde rissen am Montag Bäume aus und behinderten den Zugverkehr in der Lausitz. Im Bereich Golßen mussten auf der Bahnstrecke Berlin-Prag Fahrgäste aus einem Eurocity evakuiert werden. Ein vom Sturm Bennet herumgewirbeltes Dach landete auf den Gleisen.

Der Eurocity war von Budapest nach Hamburg unterwegs, als er am Montag gegen 18 Uhr mit den mehrere Meter langen Dachelementen kollidierte. Darüber informierte Jens Schobranski, Sprecher der Bundespolizei. Die 200 Reisenden des Eurocity seien bei dem Unfall unverletzt geblieben. Sie hätten ihre Fahrt in einem Ersatzzug fortgesetzt, den die Bahn auf dem zweiten Gleis direkt neben den havarierten Zug fahren konnte, erklärte Schobranski.

 Andere Züge mussten umgeleitet werden. Außerdem wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Wie Peter Schneider, Leiter des Ordnungsamtes im Amt Unterspreewald, gegenüber der Tageszeitung LAUSITZER RUNDSCHAU erklärte, sei es Kräften der freiwilligen Feuerwehren und des Amtes Unterspreewald gelungen, die unter dem Fahrgestell der Lok festgeklemmten Dachteile zu entfernen. Der havarierte Zug fuhr aus dem Bahnhof.

Nachdem die Deutsche Bahn die Oberleitung stromlos geschalten hatte, konnten Montagnacht die Aufräumarbeiten beginnen. Bis weit nach Mitternacht seien mehr als 60 Kräfte der Feuerwehren aus dem Amtsbereich im Einsatz gewesen, so Schneider. Am Dienstagvormittag konnten Züge zumindest eingleisig wieder auf der Bahnstrecke zwischen Dresden und Berlin fahren, bestätigt der Sprecher der Bundespolizei.

Wie der Leiter des Ordnungsamtes ebenfalls mitteilt, gehörte das Dach zu einer nahegelegenen Produktionshalle eines Produzenten von Fischfutter.