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LÜBBEN
Bienenseuche grassiert in Dahme-Spreewald

LÜBBEN. Gefürchtete Tierseuche lässt Imker im Landkreis Dahme-Spreewald aufhorchen.

  Im Kreisgebiet Dahme-Spreewald ist bei einem Imker in Schönefeld am 2. April der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut (AFB) amtlich festgestellt worden. Das Veterinäramt hat Maßnahmen zur Bekämpfung der bei Imkern gefürchteten Tierseuche erlassen.

Die betroffenen Bienenvölker wurden einem Kunstschwarmverfahren unterzogen. Dabei wird kontaminiertes Material (etwa Rahmen) entfernt, der Boden ausgetauscht. Amtliche Tierärzte nahmen Proben von allen Völkern. Um den betroffenen Standort wurde vorerst bis Anfang Juni ein Sperrbezirk eingerichtet; Radius: ein Kilometer. Er wird erst aufgehoben, wenn keine weiteren Faulbruterreger nachweisbar sind, so die Kreisverwaltung.

Alle Imker werden aufgefordert, ihre Völker nicht in den Sperrbereich zu bringen und klinische Auffälligkeiten an ihren Bienen umgehend ans Veterinäramt Dahme-Spreewald zu melden. In diesem Fall dürfen Imker an ihrem Bienenstand nichts verändern.

Verbraucher könne unbesorgt sein, wenn sie Honig von betroffenen Bienen verzehren. AFB befällt ausschließlich die Bienenbrut. Erwachsene Bienen können nicht an der Faulbrut erkranken, sie aber verbreiten. Dadurch kann es zum Massensterben  von Bienenvölkern kommen. „Die Maßnahmen sind nötig, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern und somit die Imker im Landkreis vor größeren Schäden zu bewahren“, sagt Kreissprecher Bernhard Schulz.