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Nach dem Großbrand
In der Lieberoser Heide schwelen Moorflächen

 Hubschrauber des Flugdienstes der Bundespolizei haben in der Vorwoche beim Löschen in der Lieberoser Heide geholfen.
Hubschrauber des Flugdienstes der Bundespolizei haben in der Vorwoche beim Löschen in der Lieberoser Heide geholfen. FOTO: Bundespolizei
Lieberose. Das Feuer auf rund 100 Hektar der Lieberoser Heide war zu Wochenbeginn eingedämmt. Die Großschadenslage wurde aufgehoben. Lediglich bei Moorflächen ist weiter mit Schwelbränden zu rechnen, hieß es.

Zu Wochenbeginn hat sich die Lage beim Großbrand in der Lieberoser Heide weiter entspannt. Von dem Waldbrand, der auf einem munitionsbelasteten Areal von rund 100 Hektar Fläche in den vergangenen Tagen eingedämmt werden konnte, gehe momentan keine Gefahr einer Ausbreitung mehr aus, schätzte Einsatzleiter und Kreisbrandmeister Christian Liebe am Montag ein. „Das Feuer ist zwar noch nicht gänzlich gelöscht, wurde aber soweit unter Kontrolle gebracht, dass es nun in örtlicher Zuständigkeit weiter betreut werden kann“, sagt Dahme-Spreewalds Kreisbrandmeister. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die augenblicklichen Moorbrände noch längere Zeit weiter schwelen werden und für eine Rauchbelästigung in den umliegenden Ortschaften sorgen können.

 Die Vize-Landrätin Dahme-Spreewalds Susanne Rieckhof hat angesichts der Situation am Montag in Abstimmung mit der Einsatzleitung vor Ort entschieden, die Großschadenslage für beendet zu erklären. Die Löschhubschrauber der Bundespolizei befanden sich am vergangenen Wochenende nicht mehr im Einsatz. Mit der aufgehobenen Großschadenslage geht die Zuständigkeit für die weitere Brandbekämpfung und -beobachtung an das Amt Lieberose/Oberspreewald.

Noch am Sonntag waren rund 170 Einsatzkräfte des Technischen Hilswerkes (THW) und der Feuerwehren aus Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Potsdam-Mittelmark im Einsatz. Unter erschwerten Bedingungen versuchten sie, an den schwer zugänglichen Brandherden am Rand des Feuers zu löschen und Schneisen zu schlagen. Nicht nur die Hitze macht ihnen dabei zu schaffen.Vor allem die Staubbelastung und der Schwelrauch sind extrem. Trotz Atemschutzmasken huste man noch Tage danach und niese den Staub heraus, berichten Einsatzkräfte.

Um die Einsatzkräfte mit genügend Wasser und Elektrolyten zu versorgen, wurde ein Nachschublager in Lieberose eingerichtet. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte schon am Donnerstags seine Hochachtung für den Einsatz der Wehren zum Ausdruck gebracht: „Ich ziehe meinen Hut vor den engagierten und fähigen Einsatzkräften vor Ort. Ihnen ist es zu verdanken, dass für die Zivilbevölkerung hier keine Gefahr besteht.“

 Hubschrauber des Flugdienstes der Bundespolizei haben in der Vorwoche beim Löschen in der Lieberoser Heide geholfen.
Hubschrauber des Flugdienstes der Bundespolizei haben in der Vorwoche beim Löschen in der Lieberoser Heide geholfen. FOTO: Bundespolizei