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Vandalismus in Bussen
Vandalismus lässt Kosten steigen

 Thoralf Hönke, Inhaber des Taxi- und Busunternehmens, zeigt, wie einer der zerstörten Sitze aussieht.
Thoralf Hönke, Inhaber des Taxi- und Busunternehmens, zeigt, wie einer der zerstörten Sitze aussieht. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Schmierereien gehören für den Taxi- und Busunternehmer Thoralf Hönke zu den Ärgernissen seines Berufsalltags. Seit vier Jahren übernimmt Hönke als Partner der DB Regio Bus Ost auch den Schülerverkehr im östlichen Teil des Landkreises Spree-Neiße. Von Katrin Kunipatz

(kkp/abr) Anfangs waren Kleinbusse im Einsatz und seit September 2017 fahren seine Mitarbeiter auch mit einem großen Bus mit über 40 Sitzplätzen.

Geschockt war Thoralf Hönke, als ihm einer seiner Busfahrer Anfang Dezember Beschädigungen an den Sitzen meldete.

Vermutlich mit einem Messer hatten Fahrgäste an den Rückenlehnen den Stoff aufgeschnitten und heruntergerissen. An einem Sitzplatz in der vorletzten Reihe hängt der Bezug in Fetzen herunter. An vier anderen Sitzen sind ebenfalls Schnitte und lose Stoffstücke zu sehen.

Der Firmeninhaber vermutet Schüler als Urheber. Konkret nachweisen könne er es jedoch nicht.

Busunternehmen, die im Landkreis den Linienverkehr abdecken, ist das Problem nicht unbekannt.

Beim Omnibusbetrieb Wieland in Spremberg ist Geschäftsführerin Anett Wieland erleichtert. Seit 17 Jahren absolviert das Unternehmen im Raum Spremberg, Forst und Hoyerswerda Schülertransporte. „Toi, toi, toi, solche Probleme haben wir gar nicht“, sagt sie. Wer erwischt wird, der könne für eine Woche von den Busfahrten ausgeschlossen werden.

Bei DB Regio hat der Forster Niederlassungsleiter Wolfram Heym ähnliche Beobachtungen gemacht wie Thoralf Hönke. Bestimmte Strecken seien stärker betroffen, obwohl sich das Beschmieren und Zerschneiden der Sitze auf Einzelfälle beschränkt.

Grundsätzlich hofft auch der Forster Taxiunternehmer, dass diese Art des Vandalismus in seinem Bus ein Einzelfall bleibt.

Er rechnet mit einigen Hundert Euro für die Instandsetzung. Drei Tage veranschlagt er für die Reparatur, denn die beschädigten Sitze müssen aus- und eingebaut werden. Zeit, in der er einen anderen Bus mieten müsse, um die vertraglich vereinbarten Touren erfüllen zu können.

In Zukunft werde er solche Ausfallzeiten in seine Preise einkalkulieren. Damit sei es letztlich wieder die Allgemeinheit, die für Vandalismus aufkommen müsse.