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Urteil noch nicht rechtskräftig
Urteil im Mordprozess von Burg: sieben Jahre Haft

Burg. . (lhn) Im Prozess wegen versuchten Mordes in Burg ist am Montag, 1. Juli, ein Urteil gefallen. Der Angeklagte Gundolf M. wurde zu einer Freiheitsstrafe in Höhe von sieben Jahren verurteilt. Zudem muss er die Prozesskosten tragen.

Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass M. am 28. Juli 2018 Schüsse auf zwei Autos sowie ein Wohnhaus in Burg abgegeben und dabei den Tod mehrerer Menschen in Kauf genommen hat.

In zwei Fällen wurde M. des versuchten Mordes für schuldig befunden: Er hatte gezielte Schüsse auf zwei Autos abgegeben, von denen er wusste, dass sich Menschen in ihnen befanden.

Richter Frank Schollbach sah das Mordmerkmal Heimtücke als erwiesen an: „Der Angeklagte hat die Arg- und Wehrlosigkeit der Zeugen ausgenutzt.“

Schüsse auf das Wohnhaus der Schwiegereltern, indem sich die die beiden mit ihren Töchtern verbarrikadiert hatten, werteten die Richter als versuchtes Tötungsdelikt in einem Fall.

Zuvor hatte der Angeklagte die Eltern seiner Lebensgefährtin angegriffen und geschlagen. Die Körperverletzung in zwei Fällen floss ebenfalls in die Festsetzung des Strafmaßes mit ein. Zum Tatzeitpunkt hatte der Angeklagte bis zu 2,5 Promille im Blut.

Das Urteil ist bisher noch nicht rechtskräftig.