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Trevira investiert in Standort Guben
Trevira investiert in Guben

Die Trevira GmbH in Guben ist mit rund 580 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Stadt.
Die Trevira GmbH in Guben ist mit rund 580 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Stadt. FOTO: Trevira GmbH
Guben. (red/abr) Die Trevira GmbH will an ihrem Standort in Guben (Spree-Neiße) kräftig investieren. Das hat das Unternehmen in der vergangenen Woche angekündigt.

(red/abr) Die Trevira GmbH will an ihrem Standort in Guben (Spree-Neiße) kräftig investieren. Das hat das Unternehmen in der vergangenen Woche angekündigt.

Bei einer Investitionssumme von rund 7,5 Millionen Euro geht es um den Aufbau neuer Anlagen, die alle Prozesse im Gubener Werk betreffen sollen. Konkret bedeute das Neuerungen in der Polykondensation, der Spinnerei und auch der textilen Weiterverarbeitung.

„Diese Investitionen sind ein extrem wichtiges Signal“, sagt Trevira-Geschäftsführer Klaus Holz. Sie dokumentiere erneut das langfristige Engagement des Mutterkonzerns in das Unternehmen.

Eigentümer der Trevira GmbH ist die thailändische Firma Indorama Ventures, die sich hauptsächlich auf die Produktion von Polyester konzentriert. Die Anlagen seien gerade erst bestellt worden. Mit der Lieferung werde im kommenden Jahr gerechnet. 

„Trevira ist der größte Arbeitgeber für die Stadt Guben“, betont Bürgermeister Fred Mahro. Deshalb freue ihn diese Investition besonders. Der Stadtchef hofft, dass damit die Arbeitsplätze am Gubener Standort stabilisiert werden können – und möglicherweise sogar ein Ausbau drin ist.

Doch mit einer Aufstockung der Mitarbeiterzahl rechnet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge vorerst nicht.

Aktuell arbeiten in Guben rund 580 Beschäftigte. Damit ist dieser Standort nach wie vor der größte. Das Stammwerk im bayerischen Bobingen hat 460 Mitarbeiter, bei Geschäftsführung, Marketing und Vertrieb in Hattersheim (Hessen) sind es 40.

„Die Kapazitätsgrenze im Bereich Filamente, die ausschließlich in unserem Werk Guben produziert werden, ist erreicht“, betont Lammel. Um die steigenden Anfragen und Aufträge in diesem Segment fristgerecht erledigen zu können, sei die Millionen-Investition jetzt nötig.

Trevira stellt hochwertige Markenfasern und -filamentgarne her, die  in technischen Anlagen, Heimtextilien, Automobilinnenausstattungen, Hygieneprodukten oder auch Funktionsbekleidung enthalten sind.

Nachgefragt sind auch die Garne in einer schwer entflammbaren Variante. Der Kundenschwerpunkt liegt auf Europa. Der Jahresumsatz beträgt 244 Millionen Euro.