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Neue Pläne für die Innenstadt
Kunden in die City locken

 Die Spremberger Innenstadt
Die Spremberger Innenstadt FOTO: LR / Katrin Janetzko
Spremberg . Der Stadt Spremberg fehlt ein echtes Zugpferd in der Innenstadt. Das ergab die erste Analyse von Kommunalberatern. Von Annett Igel-Allzeit

Die City mit ihren Kundenströmen beobachtet, Pläne und Konzepte durchforstet und nach Alternativen gesucht – das haben Max Burger und Nils Meyer vom Kommunalberater Cima gemacht.

Im jüngsten Bauausschuss stellten sie ein Zwischenergebnis ihrer Quartiersbetrachtung für Sprembergs Innenstadt vor.
Die Oberschüler haben keinen großen Effekt auf den Handel in der Innenstadt, so die Kommunalplaner. Im Gespräch ist ein Neubau im Westen der Stadt. Dafür eine Behörde in das denkmalgeschützte alte Schulhaus einziehen zu lassen, das könnte einen positiven  Effekt für die Läden und den ansonsten weniger stark frequentierten Busbahnhof haben.
Ein Lebensmittel-Vollsortimenter im City-Center Spremberg (CCS) würde auf den Marktplatz und die Geschäfte an der Bahnhofstraße, die Badergasse und die Lange Straße ausstrahlen.

Allerdings sei der Vollsortimenter nur im Erdgeschoss möglich, nicht im Keller. Zu bedenken geben Meyer und Burger auch, dass der wilde Parkplatz in der Wirthstraße intensiv genutzt werde. Sie ziehen eher ein bis zwei Fachmärkte an diesem Standort in Erwägung. Das Spremberger Textil-Kaufhaus Hübel (1906 - 1945) war genau an dieser Stelle ein echter Magnet.
Neu eröffnen die Kommunalberater eine alte Diskussion in Spremberg: Soll der Autoverkehr wieder von der Berliner Kreuzung in die Dresdener Straße rollen können? Die Schlossstraße könnte für den Durchgangsverkehr geschlossen und stattdessen vom Kreisverkehr als neuer Arm über die Brache an der Jägerstraße geführt werden.
Innovative Wohnprojekte schlagen Meyer und Burger für das Postgebäude und im Bereich des Bürgerhauses am Marktplatz vor. Statt des einstigen Arbeiterwohnheimes können sie sich am Markt altersgerechtes Wohnen im Obergeschoss mit Zugang zum Bürgerpark vorstellen und Läden im Erdgeschoss.

Der lange Wohnblock in der Dresdener Straße wiederum sollte im Erdgeschoss mit Läden aufgelockert werden.
In der Langen Straße sind der Cima zufolge die Geschäfte oft zu klein – hier sollten Läden zusammengelegt werden, damit die Waren besser präsentiert werden können.