| 10:58 Uhr

Der Verkehr rollt
Spremberger Kreisverkehr freigegeben

Schwarz, rot und gold war das Band, das zur Eröffnung des Kreisverkehrs der B 156 in Spremberg durchschnitten wurde. Staatssekretärin Ines Jesse (l.), Bürgermeisterin Christine Herntier und Frank Süsser, Referatsleiter im Bundesministerium für Verkehr, durchschnitten das Band.
Schwarz, rot und gold war das Band, das zur Eröffnung des Kreisverkehrs der B 156 in Spremberg durchschnitten wurde. Staatssekretärin Ines Jesse (l.), Bürgermeisterin Christine Herntier und Frank Süsser, Referatsleiter im Bundesministerium für Verkehr, durchschnitten das Band. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Am 26. Juni 2015 begann mit dem feierlichen ersten Spatenstich am neuen Busbahnhof der Ausbau der Bundesstraße B 156 in Spremberg. Am Mittwoch dieser Woche erfolgte nun die feierliche Freigabe.

(pm/ten) Nach intensiver Bauzeit konnte das Vorhaben drei Monate früher als geplant fertiggestellt und der Nutzung übergeben werden. Realisiert wurde es in enger Partnerschaft zwischen dem Landesbetrieb Straßenwesen und der Stadt Spremberg.

Vor den Bauarbeiten existierte in dem Bereich ein Einbahnstraßenring. Daraus resultierte eine Vielzahl von Richtungsänderungen, verbunden mit Problemen, ortsfremde Nutzer ans Ziel zu führen, sowie mit teils erheblichen Umwegen für den innerstädtischen Verkehr. Es bestanden erhebliche Defizite für Radfahrer und Fußgänger. Sichere Möglichkeiten, die Bundesstraße zu überqueren, waren kaum vorhanden. Ein Radwegenetz existierte nur rudimentär. Ziele wie das Krankenhaus, die Gebäude des Gymnasiums, der Busbahnhof, das Rathaus, die örtlichen Versorgungsträger sowie touristische Verbindungen entlang der Spree wurden durch die Bundessstraße getrennt. Der Unterhaltungsaufwand durch die verschlissene Fahrbahn war für Bund, Land und Stadt hoch.

Den Lösungsansatz stellte der große Kreisverkehr mit sechs Ästen dar. Er übernimmt nun eine Bündelungs- und Verteilerfunktion. Alle weiteren Kreuzungen wurden als Einmündungen umgestaltet, das Einbahnstraßennetz wurde aufgehoben. Für den Fuß- und Radverkehr wurden durchgehende Anlagen und eine das Stadtzentrum anbindende Radfahrertrasse errichtet. Im gesamten Bereich erfolgte eine komplette medientechnische Erneuerung.

Mit der Realisierung soll nicht nur eine spürbare Steigerung der Wohn- und Lebensqualität in der Stadt einhergehen, sondern es wird auch die deutliche Senkung der Lärm- und Schadstoffemissionen erwartet.

Zur Realisierung des Vorhabens gehörte auch die Gestaltung unter dem Motto „Spree am Berg“. Eine Trockenmauer aus Rohblöcken soll eine verwitterte und erodierte Felswand mit unregelmäßigen Vor- und Rücksprüngen abbilden. Ein davor angeordnetes Band aus Feldsteinen mit Staudenbepflanzung symbolisiert die Spree. Der Erdkörper hinter der Trockenmauer einschließlich der Bepflanzung aus Nadelgehölzen, Gräsern und Zwiebelpflanzen stellt den östlich der Spree gelegenen Berg dar.

Im Umfeld des Kreisverkehrs sind Hochstammpflanzungen, großflächige Staudenbepflanzungen und Rosen vorgesehen. All dies wurde nach und nach realisiert.

Insgesamt kostete der Bau rund 3,9 Millionen Euro.