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Deutsch-polnische Zusammenarbeit
Rektor des Gubener Wilkestifts in Polen geehrt

Guben. (pm/ten) Die Diakonie in Polen hatte bereits im Frühsommer mitgeteilt, dass der Diakoniesonderpreis 2018 „Barmherzige Samariter“ an Pfarrer Stefan Süß als Rektor des Gubener Naemi-Wilke-Stiftes verliehen werden soll.

Damit sollte die langjährige deutsch-polnische Zusammenarbeit des Stiftes gewürdigt werden.

Die Gala „Ubi Caritas“ wurde 2018 bereits zum 13. Mal ökumenisch gestaltet. Caritas Polen, die Diakonie der Evangelisch-Augsburgischen und der Reformierten Kirche in Polen sowie Eleos, die Hilfsorganisation der Orthodoxen Kirche, richten dabei in wechselnder Verantwortung eine festliche Veranstaltung in Warschau aus und ehren Menschen und Institutionen, die der Barmherzigkeit ein Gesicht gegeben haben.

Jede Hilfsorganisation kann dabei in Abstimmung mit den Gremien ihrer Kirche Personen in verschiedenen Preiskategorien benennen. Für zwei Ehrungen waren Deutsche gewählt worden. Eine Auszeichnung erhielt Kerstin Harms für den Verein „Freunde Masurens“ in Scharnebeck und den Diakonie-Sonderpreis Stefan Süß für das Naemi-Wilke-Stift.

Die diesejährige Gala richtete die Caritas in Polen aus. Sie fand letzten Samstag im Kellergewölbe der Kathedralbasilika des Heiligen Erzengels Michael in Warschau statt und versammelte Kirchenvertreter, Vertreter der Hilfsorganisationen und die zu ehrenden Personen. Die Ehrung erfolgte im Beisein zweier Kardinäle, unter ihnen der Nuntius des Vatikans in Polen, sowie von drei Bischöfen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche und dem Metropolitan der Orthodoxen Kirche. Die jeweiligen Haupt- und die Sonderpreisträger hatten dabei die Gelegenheit, kurze Grußworte zu sprechen.

Im Anschluss lud die polnische Diakonie rund 20 Gäste, die Preisträger, deren Angehörige und die Vertreter der Evangelisch-Augsburgischen Kirche zu einem gemeinsamen Essen in die Altstadt Warschaus ein. Für die Gäste aus Deutschland organisierte Wanda Falk, die Generaldirektorin der polnischen Diakonie, ein Zusatzprogramm. Es gab unter anderem ein Chopin-Konzert und einen Spaziergang durch die Altstadt Warschaus. Mit einer Fülle von Endrücken und dankbar für die große Gastfreundschaft traten Pfarrer Süß und seine Frau am Folgetag die Heimreise an.