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25 Jahre
Jubiläum am Naemi-Wilke-Stift

An der Feierstunde nahmen unter anderem die ehemaligen Schulleiterinnen Anneliese Wagner und Cornelia Schmidt (1. und 3. v. l.) sowie die ehemaligen Lehrerinnen Dietlind Illert (2. v. l.) und Carola Wrobel teil.
An der Feierstunde nahmen unter anderem die ehemaligen Schulleiterinnen Anneliese Wagner und Cornelia Schmidt (1. und 3. v. l.) sowie die ehemaligen Lehrerinnen Dietlind Illert (2. v. l.) und Carola Wrobel teil. FOTO: Kulick-Aldag / Wilkestift
Guben. Die staatlich anerkannte Schule für Gesundheits- und Krankenpflegehilfe am Naemi-Wilke-Stift bestand im September 2017 seit 25 Jahren. Mit etwas Verspätung wurde das Jubiläum Ende Februar begangen.

(pm/ten) Zu einer Feierstunde bei Kaffee und Kuchen waren neben den ehemaligen Schulleiterinnen alle Absolventen der Schule seit 1992 eingeladen, die im Anschluss an ihre Ausbildung eine Anstellung im Naemi-Wilke-Stift gefunden haben. Das sind insgesamt etwa 40 ehemalige Schülerinnen und Schülern – eine beachtliche Zahl. Insgesamt haben in den vergangenen 25 Jahren rund 700 Schüler eine Ausbildung begonnen.

Die Schüler der aktuellen „Herbstklasse“ gestalteten ein Programm, in dem sie auf die Geschichte der Schule eingingen und humorvoll den Mangel an Pflegefachkräften demonstrierten.

1992 übernahm das Naemi-Wilke-Stift die Trägerschaft für das Gubener Kreiskrankenhaus und damit auch für die damalige Betriebsakademie. Noch im gleichen Jahr wurde diese Akademie umgewandelt in eine Schule für Krankenpflegehilfe, wie es damals hieß, mit staatlicher Anerkennung und 20 Ausbildungsplätzen. Die Finanzierung gestaltete sich in den ersten Jahren schwierig. Mehr Sicherheit gab es erst, als diese Ausbildung in die Krankenhausfinanzierung aufgenommen werden konnte.

Mit Umstellung des Krankenpflegegesetzes auf Bundesebene kam es in Brandenburg zu einer eigenständigen Gesetzgebung für die einjährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer. Nach Beantragung einer weiteren Ausbildungsklasse konnten ab 2009 erstmals zwei Klassen aufgenommen werden, wobei die „Aprilklasse“ über die Bundesanstalt für Arbeit, die „Oktoberklasse“ hingegen über das Krankenhausbudget finanziert wird.

Die Schüler erhalten in ihrer einjährigen Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer 600 Stunden theoretischen Unterricht in der Schule und absolvieren 1000 Praxisstunden in der stationären und ambulanten Pflege. Dabei wird eng mit entsprechenden Einrichtungen in Guben und der Region kooperiert.

Schulleiterin Yvonne Hiob bedankte sich bei allen, die sich für die gute Ausbildung in der Einrichtung in den zurückliegenden Jahren engagiert haben, und gratulierte in diesem Zusammenhang der ersten Schulleiterin von 1992, Anneliese Wagner, die am 4. Januar ihren 80. Geburtstag begehen konnte.

Im Januar ist die Schule in einem Begutachtungsverfahren für Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung erneut überprüft und für weitere fünf Jahre zertifiziert worden.

Im April beginnt ein neuer Ausbildungsgang. Noch sind einige Plätze darin frei.

Interessenten können sich an folgende Adresse wenden: Naemi-Wilke-Stift, Schule für Gesundheits- und Krankenpflegehilfe,Dr.-Ayrer-Straße 1-4, 03172 Guben, Telefon 03561 40 72 06.