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Forster Schulleiter kommt vor Gericht
Forster Schulleiter angeklagt

Forst. Der Schulleiter der Archimedes Grundschule in Forst muss sich ab 25. Februar 2019 vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Cottbus wirft Daniel B. Körperverletzung in 20 Fällen zulasten von sieben Schülern vor.

Wie der Direktor des Amtsgerichts Cottbus, Michael Höhr, am Dienstag weiter informierte, sei der zweite Hauptverhandlungstermin auf den 12. März festgesetzt worden.

Schläge auf den Hinterkopf sollen zum gängigen Umgang des Schulleiters mit seinen Schülern gehört zu haben. Aber auch ein Tritt ins Gesäß, das Ziehen am Ohr und eine heftige Backpfeife waren „Erziehungsmethoden“– so die Vorwürfe. Der Leiter der Archimedes Grundschule in Forst soll sich nicht nur der Körperverletzung an Kindern schuldig gemacht haben. Ihm wird auch sexuelle Belästigung vorgeworfen. Die neuesten Vorwürfe gegen ihn hat der ehemalige Leiter selbst öffentlich gemacht: In einem offenen Brief an die Eltern offenbarte er, dass ihm sexuelle Belästigung von 20 Mädchen in mehr als 40 Fällen vorgeworfen werde.

Die Anschuldigungen würden ihn sprach- und fassungslos machen, heißt es in dem Schreiben. So soll er den Mädchen unter anderem zwischen die Beine gefasst oder am Oberkörper berührt haben.

Der Cottbuser Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum bestätigt auf RUNDSCHAU-Nachfrage, dass es Vorwürfe gibt. Die Kriminalpolizei gehe dem Verdacht nach.

Mittlerweile darf der Leiter auch keinen Kontakt mehr zu den Schülern aufnehmen. In dieser Woche verabschiedete er sich allerdings noch unter Aufsicht des Schulamtes und des Bildungsministeriums von den Kindern.

Die Schulleitung hat nach seinen Angaben jetzt seine Frau übernommen. Die Archimedes Grundschule in Forst ist eine private Bildungseinrichtung.