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Geld für Textilmuseum
Doppelter Ministerbesuch im Textilmuseum

FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. (pm/abr) Bauministerin Kathrin Schneider und Kulturministerin Martina Münch (beide SPD) haben sich bei ihrem Besuch über die Umbau- und Erweiterungspläne des Brandenburgischen Textilmuseums Forst (Lausitz) informiert.

Das Bundesbauministerium hat Anfang April verkündet, dass das Projekt Bestandteil der nationalen Projekte des Städtebaus für die Förderperiode 2018/2019 ist. Für die Erweiterung stehen damit 7,42 Millionen Euro zur Verfügung.

„Ich freue mich, dass das Forster Textilmuseum von der Förderung des Bundes profitiert. Das Gebäude ist ein Einzeldenkmal und liegt im Stadtumbaugebiet. Es wird zukünftig über die Textilindustrie und die Braunkohleförderung informieren und damit die Bedeutung der Lausitz als Industrieregion zeigen“, sagte Bauministerin Kathrin Schneider.

Kulturministerin Martina Münch würdigte das Brandenburgische Textilmuseum Forst als einmaligen kultureller Leuchtturm und herausragenden Standort der Industriekultur in Brandenburg. Das Textilmuseum Forst wurde 1995 in einer stillgelegten Tuchfabrik eröffnet. Träger der Einrichtung ist der Museumsverein der Stadt. In dem denkmalgeschützten Fabrikgebäude von 1892 setzt sich das Textilmuseum mit der für die Stadt identitätsbildenden Geschichte der Textilindustrie auseinander und bewahrt einen bedeutenden Maschinenpark aus der Blütezeit der Forster Textilindustrie mit Schwerpunkt zwischen 1900 und 1950.

Bereits im 15. Jahrhundert war das Tuchmacherhandwerk die Haupterwerbsquelle der Einwohner der Stadt Forst. Seit 1893 belieferte die „schwarze Jule“, eine eigens eingerichtete Schmalspurbahn, die Forster Textilbetriebe mit Braunkohle für die Dampfmaschinen.

Neben der Textilindustrie soll künftig im Museum auch über die Braunkohleförderung in der Region informiert werden. Es wird ein Informations- und Dokumentationszentrum entstehen, das auch das „Archiv verschwundene Orte“ beherbergt.