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Gosda I
Blütenfest in Weißagk

 Der Ort ist längst von der Landkarte verschwunden, dennoch feiern die Weißagker ihr Heimatfest – diesmal am 5. Mai in Gosda I.
Der Ort ist längst von der Landkarte verschwunden, dennoch feiern die Weißagker ihr Heimatfest – diesmal am 5. Mai in Gosda I. FOTO: Heido Briesemann
Gosda I. In Anlehnung an die Tradition des Blütenfestes lädt der Verein Weißagker Heimatfreunde e.V. alle ehemaligen Bewohner der Gemeinde Weißagk (Kreis Forst), ihre Gäste und alle Interessierten aus Nah und Fern in den Schafstall nach Gosda I (Gemeinde Wiesengrund) am Sonntag, 5. Mai herzlich ein.

Das Treffen beginnt um 10 Uhr mit einem Frühschoppen unter der musikalischen Umrahmung der Lindenmusikanten aus Limberg, informiert der Verein der Weißagker Heimatfreunde.

Der Ort Weißagk wurde 1986 wegen der Braunkohle devastiert. Er lag zwischen Mulknitz und Grötsch. Laut Chronik wohnten dort bis zum 700 Einwohner. Neben zwei Gaststätten, der Bäckerei und dem Konsum gab es eine Kegelbahn mit Badeteich, eine Gemeindeschwesterstation mit Apotheke, Kindergarten und- krippe, eine Kirche, Sport- und Gesangsvereine… und viele Kirschplantagen. Auch deshalb fand seit Anfang der 70-iger Jahre jährlich Anfang Mai das beliebte Blütenfest statt.

Als vor 30 Jahren das Aus für den Ort kam, verzogen die Weißagker in alle Himmelsrichtungen. Eine rührige Truppe um Ludwig Röhrs (verstorben im Jahr 2016), Gerd Möbus und Bernd Koalick hielt diese Tradition all die Jahre aufrecht. Die Organisatoren laden die ehemaligen Weißagker und Freunde nun auch wieder 2019 nach Gosda zum Feiern ein. Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt sein, heißt es.

 Der Ort ist längst von der Landkarte verschwunden, dennoch feiern die Weißagker ihr Heimatfest – diesmal am 5. Mai in Gosda I.
Der Ort ist längst von der Landkarte verschwunden, dennoch feiern die Weißagker ihr Heimatfest – diesmal am 5. Mai in Gosda I. FOTO: Heido Briesemann