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Neue Märkte erschließen
Außenstelle der BTU in Spremberg

BTU-Abteilungsleiterin Katrin Erb bewertet Spremberg als einen besonders starken Wirtschaftsstandort.
BTU-Abteilungsleiterin Katrin Erb bewertet Spremberg als einen besonders starken Wirtschaftsstandort. FOTO: BTU Cottbus-Senftenberg
Spremberg. Erstmals eröffnet die Brandenburgischen Technischen Universität eine Präsenzstelle in einer Nachbarstadt. Warum sie sich Spremberg dafür ausgesucht haben, erklärt die Leiterin der Abteilung für Wissens- und Technologietransfer, Katrin Erb.

Seit dem Jahr 2005 existiert eine Präsenzstelle der Technischen Hochschule Brandenburg nach ähnlichem Modell in Pritzwalk. Im Mai 2018 besuchte die dortige Hochschulpräsidentin, Professorin Burghilde Wieneke-Toutaoui, den Wirtschaftsausschuss des Landes in Potsdam. Demnach informieren die Fachleute in Pritzwalk in Veranstaltungen darüber, wie sich ein Studium finanzieren lässt. Sie arbeiten mit mehr als 40 Firmen aus der Region zusammen, und sie kooperieren mit den weiterführenden Schulen. Das habe dazu geführt, dass die „Studienbereitschaft generell gefördert“ werde, berichtete die Präsidentin der Hochschule.

Auch die Fachleute der BTU hoffen, mit ihrer Präsenzstelle Firmen zu unterstützen und neue Studierende aus der Region zu gewinnen. Derzeit sind an der Uni ungefähr 7 600 Personen eingeschrieben. 9 500 Studierende zählte die BTU Cottbus-Senftenberg noch im Jahr 2013. 

„Unser vornehmliches Interesse an Spremberg erklärt sich anhand unserer technischen Ausrichtung“, sagt Erb. So weist die Stadt die höchste Dichte an Arbeitsplätzen in Brandenburg auf. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gibt es in Spremberg 556 Jobs je 1000 Einwohner. Diese Dichte wuchs in den Jahren 2006 bis 2016 nahezu um ein Drittel, stärker als in anderen Orten des Bundeslandes.

Abteilungsleiterin Katrin Erb weist auf die Philosophie hin, die den regionalen Wachstumskernen zugrunde liegt. Die Wirtschaftspolitik des Landes Brandenburg laute schließlich: Stärken stärken. „Der Industriepark in Schwarze Pumpe weist eine solche Stärke auf“, sagt Katrin Erb. „Wir folgen mit der neuen Adresse in Spremberg auch dem Konzept von Ministerpräsident Dietmar Woidke, höhere Präsenz der Hochschulen zu zeigen.“ Zwei feste Mitarbeiter sind seit Freitag in Spremberg. Unterstützt werden sie durch studentische Hilfskräfte.