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In Potsdam zu Gast
Aktionsbündnis „Klare Spree“ mit Woidke im Gespräch

Spree-Neiße. (pm/ten) Das Aktionsbündnis „Klare Spree“ besuchte jüngst Ministerpräsident Dietmar Woidke in der Potsdamer Staatskanzlei, um über den aktuellen Stand der Verockerung und der Sulfatbelastung der Spree zu sprechen.

Der Vorsitzende des Aktionsbündnisses und Bürgermeister der Gemeinde Neuhausen/Spree, Dieter Perko, und die Vorstandsmitglieder Winfried Böhmer und Edelbert Jakubik waren ebenso zugegen, wie Wolfgang Jahn vom Naturschutzbund und Christine Herntier, Bürgermeisterin von Spremberg. Eingeladen waren auch der Präsident des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, Hans-Georg Thiem, und der Abteilungsleiter Wasser- und Bodenschutz des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, Kurt Augustin.

Im Rahmen des Gesprächs informierte das Ministerium zum Stand des strategischen Gesamtplans, zur aktuellen Situation, vor allem betreffs der Talsperre Spremberg, auch unter besonderer Beachtung des trockenen Sommers. Szenarien von langanhaltender Dürre, aber auch von Hochwasser sowie Konzepte zur Entschlammung der Talsperre wurden diskutiert.

Ebenso standen unter anderem das Biosphärenreservat Spreewald, mögliche Lösungen zur Quellenbehandlung und die Auswirkungen weiterer Flutungen von Tagebauen auf der Tagesordnung.

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses zeigten sich verhalten über den Ausgang des Gesprächs. Die bisherigen Maßnahmen, die zur Minderung der Eisen- und Sulfatbelastung der Spree getroffen wurden, seien grundsätzlich begrüßenswert, die Ergebnisse entsprächen aber bei weitem nicht den Erwartungen des Aktionsbündnisses und der Bevölkerung.

Darüber, dass eine klare Spree eine Aufgabe für die nächsten Jahrzehnte bleibt, herrschte unterdessen Einigkeit.