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Waldsiedlung Groß Schacksdorf
Ärger um Abwasser in der Waldsiedlung

Groß Schacksdorf. (kkp/abr) Für Aufregung hat in der Waldsiedlung Groß Schacksdorf ein Brief des Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverbands (SWAZ) gesorgt. Darin werden die Mieter aufgefordert, ihre Kaltmiete nicht an ihren Vermieter, sondern an den SWAZ zu überweisen.

Grund ist ein schon Jahre währender Streit um die Abwasserentsorgung in Groß Schacksdorf. Die Kläranlage ist marode, sie muss saniert oder geschlossen werden, fordert die Untere Wasserbehörde des Landkreises seit zehn Jahren. Jetzt steht der 31. August 2019 als Termin für die Schließung im Raum. Die Behörde verpflichtete den SWAZ, vom Grundstückseigentümer der Waldsiedlung den Aufbau einer dezentralen Abwasserentsorgung zu verlangen. Diese sei laut SWAZ wirtschaftlicher als die Sanierung der Kläranlage. Das sieht der Eigentümer allerdings anders. „Um der Umsetzung Nachdruck zu verleihen, wird ein Zwangsgeld gegen den Vermieter erlassen“, erklärt Verbandsvorsteher Schmied. „Da dieser nicht zahlte, wird dies jetzt durch die Einziehung der Kaltmiete umgesetzt.“ Verwalter und alleiniger Ansprechpartner für die Mieter ist die Grand City Property (GCP) in Berlin. GCP-Pressesprecherin Katrin Petersen erklärte, dass die vom SWAZ genannten Forderungen vollständig ausgeglichen seien.