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Guben
Abwassergebühren in Guben steigen

Guben. Die Gubener Bürger müssen sich im kommenden Jahr auf steigende Abwasserpreise einstellen. Die Gebühr wird in der Neißestadt von derzeit 2,72 Euro pro Kubikmeter auf 3,05 Euro angehoben. Bürgermeister Fred Mahro hat den Entwurf zur Gebührenkalkulation des Gubener Wasser- und Abwasserzweckverbandes (GWAZ) im jüngsten Wirtschaftsausschuss erstmals vorgestellt.

„Damit bewegen wir uns auf dem Niveau von 2009“, ordnet Fred Mahro die Abwassergebühr ein.

Die Anhebung der Abwassergebühr lässt sich die Umsatzsteuer zurückführen: Im Jahr 2017 erfolgte beim GWAZ eine Umsatzsteuer-Nachschau. Dabei stellte das Finanzamt fest, dass das in Deutschland anfallende Abwasser auch hierzulande besteuert werden muss und nicht in Polen, wo das gemeinsame Klärwerk der Städte Guben-Gubin steht. Der neue Umsatzsteuersatz von 19 Prozent macht sich nun in der Gebührenkalkulation bemerkbar.

Gleichzeitig sollen im kommenden Jahr die Kosten für das Trinkwasser von derzeit 1,79 Euro pro Kubikmeter auf 1,68 Euro sinken. So niedrig waren die Gebühren zuletzt vor zehn Jahren „Unterm Strich merkt der Verbraucher die Änderung damit nicht“, betont Fred Mahro. „Es ergeben sich kaum Unterschiede in der Endabrechnung und wenn, dann liegen sie im Cent-Bereich.“

Im Vergleich mit anderen Ver- und Entsorgern in Brandenburg ist die neue Kalkulation noch immer günstig. Guben belegt Platz fünf hinter Beeskow und Umland. Am günstigsten sind die Gebühren für die Bewohner in Fürstenwalde.

„Es wird keine überteuerten Preise geben. Jeder Panikmache entbehrt jeglicher Grundlage“, betont Fred Mahro mit Verweis auf einen Vorwurf in der Bürgersprechstunde der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.