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Wenn Niederlagen zum Event werden

Sprembergs Domenik Schönefeldt bejubelt seinen Sieg.
Sprembergs Domenik Schönefeldt bejubelt seinen Sieg. FOTO: Asahi
Spremberg. Alle guten Dinge kommen mal zu einem Ende. Und so musste am zurückliegenden Wochenende auch die grandiose Saison der Bundesliga-Judoka vom KSC Asahi Spremberg enden.

Im Playoff-Viertelfinale gegen den Rekordmeister TSV Abensberg verloren die Lausitzer nach dem Heimkampf (3:11) auch das Duell in der Fremde und verabschiedeten sich zumindest mit einer beachtlichen 5:9-Niederlage aus der Saison.

Schon das Erreichen der Finalkämpfe kam einer Sensation gleich für den Aufsteiger aus der 2. Bundesliga, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte im Oberhaus der deutschen Judo-Szene sein Unwesen trieb. 2011, als die Spremberger schon einmal die Qualifikation für die Bundesliga schafften, hatten sie den Aufstieg noch gescheut. Sechs Jahre später wagten sie das Abenteuer nun - und wurden mit dem 4. Platz im 6er-Feld der Gruppe Nord belohnt, der für die Teilnahmer am Viertelfinale berechtigte. Hier bekamen es die Mannen von Trainer Mike Göpfert mit dem "FC Bayern des deutschen Judo" zu tun, wie Asahi-Präsident Dirk Meyer metaphorisierte. Insofern waren die beiden Niederlagen keine Schmach, sondern ein Event. Mal sehen, ob die Spremberger das Erreichte nächste Saison noch toppen können. Steven Wiesner