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Eishockey
Mit Trotz und Zuversicht in die Playdowns

Der Blick geht Richtung Playdowns: Die Lausitzer Füchse um Steven Bär (l., im letzten Heimspiel gegen den Bad Nauheimer Cody Sylvester) kämpfen gegen den EHC Bayreuth um den Klassenerhalt in der 2. Deutschen Eishockey-Liga. In der Hauptrunde gab es drei Siege in vier Spielen.
Der Blick geht Richtung Playdowns: Die Lausitzer Füchse um Steven Bär (l., im letzten Heimspiel gegen den Bad Nauheimer Cody Sylvester) kämpfen gegen den EHC Bayreuth um den Klassenerhalt in der 2. Deutschen Eishockey-Liga. In der Hauptrunde gab es drei Siege in vier Spielen. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Weißwasseraner müssen nach dem missglückten Endspurt in der DEL2 nun gegen Bayreuth um den Klassenerhalt kämpfen. Auftakt in die Playdowns ist am 13. März mit dem ersten Heimspiel in der Best-of-Seven-Serie.

Schon vor dem letzten Spiel in der DEL2-Hauptrunde war für die Lausitzer Füchse trotz einiger waghalsiger Rechenexperimente klar: In dieser Saison müssen sie wieder in die Abstiegsrunde. Für den sich stetig stabilisierenden Eishockey-Standort Weißwasser ist dies inzwischen fast schon als eine Art Betriebsunfall zu werten. In den zurückliegenden sieben Spielzeiten ist dies erst das zweite Mal, dass die Füchse den vorzeitigen Klassenerhalt verpasst haben.

Doch dieses Mal hat der Endspurt mit zuletzt vier Siegen in Folge in der Hauptrunde nicht gereicht – das finale Spiel bei den Wölfen Freiburg hatte keine große Bedeutung mehr. Im Fuchsbau schaut man nun in Richtung Playdowns gegen den ehemaligen ­Kooperationspartner EHC Bayreuth. Am Dienstag, 13. März, steigt in Weißwasser die erste Partie in der Serie „best of seven“, in der also vier Siege für den Klassenerhalt nötig sind.

Füchse-Coach Robert Hoffmann geht mit Zuversicht und auch etwas Trotz in diese Spiele. Er betonte nach dem letztlich wertlosen 3:2-Heimsieg gegen den EC Bad Nauheim: „Wir haben uns nichts vorzuwerfen, wir haben ehrliche Arbeit abgeliefert. Jetzt können wir kurz enttäuscht sein, und dann geht es weiter. Wir gehen selbstbewusst in die nächsten Spiele.“

Wem man etwas vorwerfen könnte, ließ Hoffmann offen. Meinte er etwa den ehemaligen Füchse-Coach Hannu Järvenpää, der das Team Ende November Hals über Kopf in Richtung Ungarn verlassen hatte? Die Bilanz des Finnen waren 19 Punkte aus 21 Spielen (Punkteschnitt 0,9). Unter Hoffmann kamen danach 50 Punkte aus 30 Spielen (Punkteschnitt 1,66) dazu.

Oder deutete Hoffmann an, dass die Ergebnisse in den letzten Spielen der Hauptrunde nicht alle unbedingt so zu erwarten gewesen seien? Beispielsweise dieses desolate 1:7 von Spitzenreiter Bietigheim im vieldiskutierten Nachholspiel in Crimmitschau. Der Spitzenreiter war mit einem Mini-Kader und offenbar auch nur Mini-Motivation angereist. Die Eispiraten, mit denen Weißwasser ja noch um einen Pre-Playoff-Platz kämpfte und die letztlich zwei Punkte mehr ins Ziel retteten, hatten ein leichtes Spiel.

Doch in Weißwasser fasst man sich gewiss auch an die eigene Nase. Ausschlaggebend war schließlich auch, dass die Füchse in den vermeintlichen Sechs-Punkte-Spielen wie beispielsweise in Bad Nauheim oder Heilbronn zu viel liegen ließen.  Deshalb geht der Blick nun eher voraus – in Richtung Bayreuth. Trainer Hoffmann erklärte knapp und kampfeslustig: „Wir werden kurz Luft holen, uns professionell vorbereiten und hart arbeiten – wie immer.“

Gegner Bayreuth geht als Tabellenletzter in die Abstiegsrunde. Die Oberfranken haben es im zweiten DEL2-Jahr schwer – im Vorjahr hatten sie sich noch überraschend als Aufsteiger ins Playoff-Viertelfinale gekämpft. Die Bilanz in dieser Saison spricht für Weißwasser. Nach der 0:1-Niederlage im Oktober in Bayreuth gab es drei Füchse-Siege (6:3, 2:1, 3:1). Die Tigers waren von 2014 bis 2016 der Kooperationspartner der Lausitzer Füchse. Unter anderem spielte damals auch der heutige Bayreuth-Verteidiger Felix Linden in Weißwasser.

Nach dem 13. März geht es vorerst wie folgt weiter in der Runde: Am 16. März müssen die Füchse auswärts ran, am 18. März zuhause und am 20. März wieder auswärts. Gewinnt Weißwasser die Serie gegen die Tigers, steht der Klassenerhalt fest. Wenn nicht, müssen sie den Verlierer aus der Paarung Freiburg gegen Tölz bespielen.