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Energie Cottbus
Wollitz schwört Treue

 Claus-Dieter Wollitz kündigt an, dass er auch im Abstiegsfall gern FCE-Trainer bleiben würde. Er plant auch schon die kommende Saison.
Claus-Dieter Wollitz kündigt an, dass er auch im Abstiegsfall gern FCE-Trainer bleiben würde. Er plant auch schon die kommende Saison. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Bei Energie Cottbus herrscht vor dem Spiel in Großaspach Einigkeit. Der Trainer setzt ein Zeichen und hofft auf die Trendwende. Von Jan Lehmann

Bei Energie Cottbus  scheinen die Fronten geklärt. Nachdem Präsident Werner Fahle Trainer Claus-Dieter Wollitz in der RUNDSCHAU deutlich den Rücken gestärkt hatte,  erklärte der Coach in der vergangenen Woche gegenüber dem „rbb“ nun, dass er im Fall des Abstiegs mit in die 4. Liga gehen würde: „Ich bleibe auch in der Regionalliga Trainer in Cottbus“, so Wollitz am Radio-Mikrofon. Das sei im Sommer Wunsch des Vereins gewesen, um abgesichert zu sein, falls etwas schief gehe.

Zuvor hatte Präsident Fahle betont: „Pele Wollitz ist unser Mann. Wir stehen hinter ihm.“ Anders als bei vielen anderen Profi-Clubs verzichtet man in Cottbus damit offenbar auf die sonst übliche Option, in einer Krisensituation mit einem Trainerwechsel noch die Wende zu schaffen. Wollitz verdeutlichte gegenüber der RUNDSCHAU: „Ich habe im Sommer ein gutes Angebot eines Clubs ausgeschlagen, weil ich mich mit der Aufgabe in Cottbus identifiziere.“ Er habe einen Vertrag unterschrieben, der für die 3. und die 4. Liga gelte, und den wolle er auch im Falle des Abstiegs erfüllen.

Der Coach setzt mit diesem Treueschwur ein wichtiges Zeichen – und dennoch gilt alles Streben natürlich dem Klassenerhalt. Der Trainer betonte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel in Großaspach: „Ich bin überzeugt davon, dass wir gut genug sind, um zu gewinnen.“ Dafür mache das Spiel gegen 1860 München Hoffnung. „Das muss der Weg sein von der Einstellung, vom Kampf und vom Willen her“, so Wollitz.

Dass es angesichts von vier Niederlagen in Folge und nur einem Sieg aus zehn Spielen Diskussionen gibt, empfindet Wollitz nicht als ungewöhnlich. Er betonte: „Ich weiß, dass die Sorgen größer geworden sind, dass noch mehr diskutiert wird. Das ist normal, das muss man jetzt aushalten.“ Das Vertrauen des Clubs spüre er bei der täglichen Arbeit, so Wollitz. Er sprach ganz offen über einen möglichen Trainerwechsel: „Vereine entscheiden meistens auch aus der Emotion heraus, aus der Enttäuschung heraus. Das Gefühl habe ich nicht, und ich glaube auch nicht, dass es die richtige Entscheidung wäre.“ Auch Fahle hatte erklärt: „Es bringt überhaupt nichts, jetzt am Trainer zu deuteln.“

 Energie-Präsident Werner Fahle hatte am Mittwoch erklärt: „Pele Wollitz ist unser Mann. Wir stehen hinter ihm.“
Energie-Präsident Werner Fahle hatte am Mittwoch erklärt: „Pele Wollitz ist unser Mann. Wir stehen hinter ihm.“ FOTO: Frank Hammerschmidt

Stattdessen erhoffen sich beide die Trendwende: „Ein Sieg verändert vieles“, betonte Wollitz und fügte hinzu: „Wenn wir diese Situation meistern, werden wir stark herauskommen.“ Später erklärte der Coach noch: „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen. Das ist eine gute Mannschaft, ich glaube an diese Spieler. Und deshalb werde ich sie auch nicht im Stich lassen.“

Stattdessen plane er schon die kommende Saison – zweigleisig natürlich. Wollitz verhandelt mit den Spielern also auch darüber, ob sie im Abstiegsfall mit in die Regionalliga gehen würden. Er berichtete: „Einige sind dafür sehr aufgeschlossen.“