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Nicht ohne uns
„Ich wollte schon immer helfen“

 Dana Diana Lange (1. von rechts, vordere Reihe) im Kreis ihrer erfolgreichen Jugendrotkreuzmannschaft.
Dana Diana Lange (1. von rechts, vordere Reihe) im Kreis ihrer erfolgreichen Jugendrotkreuzmannschaft. FOTO: Dana Diana Lange / privat
Mit Zwölf Mitglied im Jugendrotkreuz geworden, jetzt Rettungsassistentin und weitere Pläne: Die 22-Jährige Dana Diana Lange will Notfallsanitäterin werden. Im vergangenen Jahr wurde sie Landesmeisterin für Jugendrotkreuzmannschaften.

Mittwoch ist Ehrenamtstag für Dana Diana Lange. Die junge Frau ist Leiterin von zwei Gruppen im Jugendrotkreuz Cottbus. Am Nachmittag kümmert sich die 22-jährige um den sieben bis zwölfjährigen Nachwuchs des DRK. Danach kommen dann die Jugendlichen zwischen 12 und 27 Jahren.

Dana selbst ist mit 12 Jahren Mitglied im Jugendrotkreuz geworden: „Damals ging das noch nicht eher“. Dann hieß es für den Teenager: lernen. „Roland Zimmermann war für mich ein guter Lehrer. Von ihm habe ich viel mitbekommen“. Ein persönliches Schicksal war der Grund für die Entscheidung der Cottbuserin: „Mein Bruder ist leider früh verstorben. Von da an wollte ich lernen, wie man anderen Menschen helfen kann. Ich wollte in den Gesundheitsdienst“.

FOTO: LR / Schubert

Sie lernte die Erste Hilfe-Maßnahmen, bildetet sich dann weiter zum Sanitätshelfer. Durch die Erfahrung, die sie im Jugendrotkreuz machen durfte, entschied sie sich nach dem Abschluss der zehnten Klasse, in die Berufsrichtung Notfallrettung zu gehen. So wurde sie Rettungsassistentin. Ausgebildet wurde sie an der Lehrrettungswache in Senftenberg.

Seit vier Jahren arbeitet sie nun schon in diesem Beruf und hat sich noch ein weiteres Ziel gesetzt: „Ich möchte Notfallsanitäterin werden. In ihrem Arbeitsleben gab es schon ab und zu Fälle, wo die junge Frau an ihre Grenzen kam: „Am schlimmsten ist es, wenn Kinder in Gefahr sind, wiederbelebt werden müssen. Das geht echt an die Substanz, macht aber auch stolz, wenn man die Menschen in Not helfen konnte“.

Ihr berufliches Wissen hilft ihr auch bei der Arbeit mit dem Jugendrotkreuznachwuchs. Sie bereitet die Treffen vor, kümmert sich um die Wissensvermittlung für die jungen Leute, zeichnet aber auch für Team bildende Maßnahmen verantwortlich. „Da gibt es auch mal Spielabende, wir gehen zusammen schwimmen oder machen Sport“, verrät die Gruppenleiterin.

Eigentlich wollte Dana Diana Lange stellvertretende Leiterin bleiben. Als aber im Mai dieses Jahr die „Chefposten“ vakant wurden, da ist sie dem Wunsch der Kinder und Jugendlichen gefolgt und hat sich den Hut aufgesetzt. Dabei übernimmt sie viel Verantwortung, denn mit 16 Jahren dürfen die Jugendlichen dann auch an DRK-Einsätzen teilnehmen, ab 18 Jahren dann sogar eigenverantwortlich.

In diesem Jahr hatte die 22-jährige einen ganz besonderen Erfolg: Sie wurden Landesmeister für Jugendrotkreuzmannschaften im Land Brandenburg. Beim Wettbewerb wurde ein Parcours durchlaufen, welcher 16 Stationen umfasste. Thema des Wettbewerbs war die Jugendrotkreuzkampagne „Was geht mit Menschlichkeit?“ Stationsinhalte waren Erste Hilfe-Aufgaben, Rotkreuz-Wissen (Geschichte des Roten Kreuzes), musisch-kulturelle Aufgaben und Sport-Spiel-Bereich.

„Wir belegten hierbei den 1 Platz von insgesamt 6 Mannschaften in der Stufe 3 im Alter von 17 bis 27 Jahre. Mit dem Gewinn des Landesmeisters durften wir dann im September zum Bundeswettkampf nach Hamburg fahren“, erzählt sie. Als Unterstützung für diese Fahrt hat sich die Rettungsassistentin um Sponsoren gekümmert. In den Gruppen genießt die junge Frau große Anerkennung. „Die setzt sich durch“ lobt Max Lehmann aus Eichow, Mitglied der Jugendgruppe. Chris Schinköthe aus Senftenberg betont: „Sie ist sehr zielstrebig“. „Manchmal ist sie streng, aber nur dort, wo es sein muss. Sie ist immer motiviert“, sind sich ihre Schützlinge Liv-Annika Matzky und Björn Bernadowitz einig.

Neben ihrer Gruppenarbeit bewältigt Dana Diana Lange auch DRK –Einsätze. So war sie beim Reitturnier in der Kutzeburger Mühle, beim Karnevalsumzug und auch bei anderen Sanitätseinsätze dabei. „Ich bin sehr dankbar, dass ich meine ehrenamtliche Tätigkeit auch meistens mit meinem Dienst vereinbaren kann“, sagt sie. In puncto Ehrenamt wird es für die 22-jährige in den nächsten Tagen vorübergehend etwas ruhiger, aber der Dienst wird sie fordern.

Sie hat einen großen Wunsch: „Es wäre schön, wenn sich noch mehr junge Leute für das Jugendrotkreuz entscheiden würden und Mitglied werden.“

 Dana Diana Lange bei einem Spieleabend mit ihrer Jugendgruppe im Raum des Jugendrotkreuzes im Ostrower Damm in Cottbus.
Dana Diana Lange bei einem Spieleabend mit ihrer Jugendgruppe im Raum des Jugendrotkreuzes im Ostrower Damm in Cottbus. FOTO: Marion Hirche