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Unternehmen regional
Generationenwechsel im Hause Dulitz

Joachim Dulitz und sein Ehefrau Christa sind stolz, dass ihr Sohn Holger in absehbarer Zukunft den Betrieb in Guben übernehmen wird.
Joachim Dulitz und sein Ehefrau Christa sind stolz, dass ihr Sohn Holger in absehbarer Zukunft den Betrieb in Guben übernehmen wird. FOTO: Zeidler
Guben. Als kleine Bau- und Kunstglaserei gründete Glasermeister Adolf Dulitz 1902 in Alt-Guben am Sande seine Werkstatt. Heute wird das Unternehmen in der vierten Generation geführt und feierte in diesem Jahr sein 116-jähriges Bestehen.

„Mein Großvater und meine Mutter wären stolz, wenn sie wüssten, was wir hier geschaffen haben“, ist Geschäftsführer Joachim Dulitz überzeugt.

Seit er 1976 die Glaserei von seiner Mutter übernommen hat, hat er sie Stück für Stück erweitert. „Das Bild des Glaserhandwerks hat sich nach der Wende verändert“, erklärt Joachim Dulitz. „Die Tischler, Metallbauer und Fensterbauer setzen das Glas in ihre gefertigten Produkte selbst ein.“ Die Firma musste sich also ebenfalls weiterentwickeln: „Wir sagten uns, wenn sie das Glas für ihre Rahmen einsetzen, können wir auch die Rahmen für unser Glas fertigen.“ Das war die Geburtsstunde einer ganz neuen Angebotspalette: dem Leichtmetallbau.

Seit 24 Jahren arbeitet auch Sohn Holger Dulitz im Familienunternehmen. Seit 2012 ist er zusammen mit seinem Vater Geschäftsführer. „In absehbarer Zeit wird mein Sohn den Betrieb vollständig übernehmen“, erzählt Joachim Dulitz und blickt der Übernahme entspannt entgegen. Ebenso entspannt ist auch Holger Dulitz. „Es war seit Schulzeiten klar, dass ich in die Fußstapfen meines Vaters treten werde. Die Übertragung der Geschäfte findet deshalb nicht von jetzt auf gleich statt, sondern ist seit Jahren ein fließender Übergang“, erklärt der Sohn.

Trennungsschmerz empfindet der Vater bei dem Gedanken, in den Ruhestand zu gehen, nicht. „Ich bin stolz auf meinen Sohn und weiß, dass das Unternehmen in guten Händen ist. Mehr kann ich mir nicht wünschen“, sagt Joachim Dulitz.