| 15:35 Uhr

Cottbus
„Ich möchte für andere da sein“

 Waltraud Schubert (68) stöbert auch gerne in der Ortschronik ihrer Ortsguppe, in der die zahlreichen Veranstaltungen eines jeden Jahres per Fotos festgehalten werden.
Waltraud Schubert (68) stöbert auch gerne in der Ortschronik ihrer Ortsguppe, in der die zahlreichen Veranstaltungen eines jeden Jahres per Fotos festgehalten werden. FOTO: Anja Guhlan
Cottbus. Seit etwa acht Jahren engagiert sich Waltraud Schubert (68) ehrenamtlich in der Ortsgruppe Branitzer Siedlung der Volkssolidarität. Sie beantwortet seit etwa sieben Jahren auch regelmäßig Anfragen in der Rentensprechstunde. Das ist zwar manchmal viel Arbeit, macht sie aber glücklich.

Gerne wälzt die 68-Jährige in neuen Gesetzestexten zur Rente oder schmökert in speziellen Rentenzeitschriften. „In der heutigen Zeit, wo sich vieles schnell ändern kann, muss man gut informiert sein“, sagt Waltraud Schubert. Sie berät ehrenamtlich einmal im Monat Ratsuchende zum Thema Rente. Ob Anfragen zur Rente, zum Renteneintritt, die Kontrolle eines Rentenbescheides oder andere Fragen – Waltraud Schubert versucht für alle Ratsuchenden da zu sein. Sie gibt ihr Wissen gerne weiter. Regelmäßig, aber mindestens drei Mal im Jahr lässt sich die 68-Jährige auch weiterbilden in Sachen Rente.

„Ich habe schon immer gerne mit Zahlen und Gesetzesvorlagen gearbeitet“, meint die heutige Rentnerin, die jahrelang beruflich in der Gehaltsabrechnung gearbeitet hat. Seit ihrem eigenen Renteneintritt wollte sie weiterhin aktiv sein. „Ich habe zwar sechs Enkelkinder und den Garten, aber ich wollte mich noch gesellschaftlich betätigen“, erklärt sie.

Waltraud Schubert war erfreut, als sie vor etwa acht Jahren von der Volkssolidarität angesprochen wurde, ehrenamtlich aktiv zu sein. „Ich musste gar nicht allzu lange überlegen“, erinnert sie sich. Sie übernahm den Vorsitz der Ortsgruppe in der Branitzer Siedlung, in der sie auch schon seit 1974 wohnt. „Mir gefiel das Motto der Volkssolidarität von Anfang an: Gemeinsam – nicht einsam. Ich möchte für andere da sein, Hilfe und Unterstützung leisten. Denn jeder kann mal in die Situation kommen und Hilfe benötigen. Ich auch“, sagt die noch rüstige Frau. Es ist schön, innerhalb der Ortsgruppe gemeinsame Veranstaltungen wie Radtouren, Ausflüge, Vorträge, Bastelnachmittage oder Krankenbesuche zu organisieren. „Natürlich habe ich auch jede Menge Helfer, die mich bei der Organisation unterstützen“, erzählt Schubert. Immerhin gehören der Ortsgruppe in der Branitzer Siedlung gut 80 Mitglieder an. „Es ist immer wieder schön, wie sich die älteren Mitglieder freuen, dabei sein zu können. Für sie ist es etwas Abwechslung im Alltag. Ich spüre ihre Dankbarkeit“, erzählt Schubert. Klar gab es hin und wieder mal auch Momente, da hat sich Waltraud Schubert auch mal kurze Pausen gewünscht, weil einfach alles viel zu viel wurde. „Aber ich brauche die ständigen Termine in meinem Terminplaner auch“, gibt sie offen zu. Nichts zu tun, käme für sie nicht in Frage. Waltraud Schubert ist ein offener Mensch, hat auch schon früher als Jugendliche ehrenamtlich in Organisationen oder bei der Feuerwehr mitgewirkt. Sie glaubt, dass gerade Organisationen oder Verbände wie die Volkssolidarität etwas in der Gesellschaft bewegen können.

 Wie lange sie das Ehrenamt noch ausführen möchte? „Na mindestens noch die nächsten zehn Jahre“, antwortet sie prompt. „Solange ich gebraucht werde und es meine Gesundheit auch zulässt, möchte ich auf jeden Fall noch weiter machen.“

Kennen Sie auch jemanden, der sich ehrenamtlich engagiert, und den wir einmal in der Zeitung vorstellen sollten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an direkt@lausitzer-woche.de oder rufen an unter 0355 481770.

 Waldtraud Schubert (68) mit einigen Mitgliedern der Ortsgruppe bei einer Fahrradtour.
Waldtraud Schubert (68) mit einigen Mitgliedern der Ortsgruppe bei einer Fahrradtour. FOTO: privat
 Waltraud Schubert (68) stöbert auch gerne in der Ortschronik ihrer Ortsguppe, in der die zahlreichen Veranstaltungen eines jedn Jahres per Fotos fstgehalten werden.
Waltraud Schubert (68) stöbert auch gerne in der Ortschronik ihrer Ortsguppe, in der die zahlreichen Veranstaltungen eines jedn Jahres per Fotos fstgehalten werden. FOTO: Anja Guhlan