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Senftenberg
Wunsch nach Rutschung abgemildert

Senftenberg.  Mit ihrem Wunsch nach kleineren Rutschungen am Senftenberger See hat die Stiftung Naturschutzfond Brandenburg hohe Wellen geschlagen. Die Bergbausanierer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) sehen die Aussagen der Naturschützer in deren Entwurf für den Managementplan des Sees kritisch. Von Jan Augustin

LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber stellt klar: „Die LMBV betrachtet Rutschungen grundsätzlich, egal ob in kleinerem oder größeren Umfang, im Bereich der bisher weitestgehend ungesicherten Insel für gefährlich.“ Die Aussagen aus dem Managementplan ließen sich nur schwer in Einklang bringen mit den derzeit laufenden Sanierungsarbeiten.

Jetzt wiederum hat die Stiftung Naturschutzfonds eine Stellungnahme dazu abgegeben. „Aus naturschutzfachlicher Sicht sind vor allem die Strandlingsgesellschaften in den ausgedehnten Flachwasserbereichen, zum Beispiel in der Lagune, wertvoll. Damit diese Pflanzen wachsen können, sind offene Uferbereiche nötig“, erläutert Ulrich Schröder von dem Stiftungs-Projekt Natura 2000. Offene Bereiche könnten durch kleinere Rutschungen, Uferabbrüche oder Sanddrift entstehen, die etwa durch Wellenschlag ausgelöst werden. „Damit sind natürlich keine Rutschungen im bergrechtlichen Sinne gemeint“, betont der Naturschutz-Experte.