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Touristiker auf Tour
Stippvisite im neuen Seenland

Stefan Palm führte die Touristiker durch den Forster Rosengarten.
Stefan Palm führte die Touristiker durch den Forster Rosengarten. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Rund 60 Vermieter, Gästeführer und touristische Anbieter aus dem Seenland haben zu Wochenbeginn an einer Informationstour teilgenommen, die unter anderem in den Forster Rosengarten, den Geopark Muskauer Faltenbogen und das Gubener Stadt- und Industriemuseum führte. Sie lernten so Sehenswürdigkeiten des einstigen Tourismusverbandes Niederlausitz kennen, der inzwischen auch zum Verband Lausitzer Seenland gehört.

Nur eine Stunde Zeit hat Parkmanager Stefan Palm am Montag für die Führung durch den Ostdeutschen Rosengarten. „Eigentlich geht bei mir nichts unter zwei Stunden“, schickt er voraus. Die knapp 60 Männer und Frauen folgen Palm vom historischen Haupteingang zu den Rosenbeeten. Sie alle sind Vermieter, Gästeführer oder touristische Anbieter im Lausitzer Seenland.

In diesem Jahr habe man sich für die alljährliche Infotour bewusst für Ziele im Bereich des bis Ende 2017 bestehenden Tourismusverbandes Niederlausitz entschieden, erklärt Katja Wersch, verantwortlich für das Marketing im Seenland-Verband. Beide Verbände sind im Januar fusioniert. „Das Interesse an der neuen Region ist groß, die Infotour war schnell ausgebucht.“ Neben dem Kennenlernen der neu hinzugekommenen Attraktionen gehe es um das gegenseitige Kennenlernen der Anbieter, so Wersch.

Petra Metzner vom Familienpark Senftenberger See beschäftigt die Frage: „Lohnt sich für unsere Gäste die Fahrt von einer Stunde bis zum Rosengarten?“ Ihren ersten Eindruck, nur Paare oder Alleinreisende würden sich im Rosengarten wohlfühlen, relativiert Annette Schild vom Eigenbetrieb Tourismus der Stadt Forst. Sie verweist auf den großen Spielplatz auf der Wehrinsel und das Freibad gleich gegenüber dem Rosengarten.

Für die Neulinge im Tourismusverband Lausitzer Seenland sieht die Katja Wersch einige Chancen. Bereits seit Januar gibt es eine Broschüre für die gesamte größere Urlaubsregion. Jedoch ist Wersch bewusst, dass das Zusammenwachsen eine Aufgabe von Jahren sei. Jedoch gebe es schon jetzt viele Berührungspunkte, etwa beim Radfahren, der Industriekultur oder dem Thema Landschaft im Wandel. Weiterhin wünscht sich Wersch, dass sich neue und alte Tourismusanbieter aktiv in den Verband einbringen.

Aktuell arbeite man intensiv an zwei Themen: der Familienfreundlichkeit und der Digitalisierung. Für Letzteres seien Schulungen geplant, und auch der Tourismustag im März 2019 werde sich diesem Thema widmen. Das vor zwei Jahren im Seenland eingeführte Online-Buchungssystem sieht Katja Wersch als Vorteil für die neuen Mitglieder. Beim Tourismusverband Niederlausitz hätte es Ähnliches nicht gegeben.

Geplant werde eine auch neue Broschüre, die sich speziell an Rollstuhlfahrer richtet. „Darin wird der Rosengarten als Ausflugsziel besonders hervorgehoben.“

Dazu passt die Einladung des Parkmanagers. Zum Abschluss seiner Führung, die nur zehn Minuten länger dauerte, lud er alle ein, wieder in den Rosengarten zu kommen und den ersten kurzen Eindruck zu vertiefen.