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Kulturelles aus Lauchhammer
Sonderausstellung zum Museumsjubiläum eröffnet

Lauchhammer. (pm/ten) Im Rahmen der 2. KunstGussTage und anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kunstgussmuseums Lauchhammer wurde am vorigen Wochenende die Sonderausstellung „Retrospektive – Perspektive“  eröffnet.

Kuratorin Zarina Gatina macht darin in eindrucksvoller Weise die Geschichte des Kunstgussmuseums lebendig. Zu den zahlreichen Gästen der Eröffnung gehörten Dr. Norbert Pietsch (erster Geschäftsführer der Wequa GmbH) und Gerhard Nies (ehemaliger Geschäftsführer von Takraf). Beide waren maßgeblich daran beteiligt, dass die Idee zum Aufbau eines neuen Museums in die Tat umgesetzt wurde.

Nies ging in seinem Vortrag auf den mit der Wende einhergehenden drastischen strukturellen Umschwung und die sich verändernde Arbeitswelt ein. Bereits zu Beginn der 90er-Jahre habe man Ideen entwickelt, Historisches und die Stadt Prägendes zu erhalten. Mit viel Mut und Pragmatismus sei der Aufbau des neuen Museums auf den Weg gebracht und das erste Kunstgussmuseum schließlich am 4. Februar 1993 eröffnet worden. Die Privatisierung und damit der Erhalt der Gießerei, Ursprung sämtlicher Industrie in Lauchhammer, noch im selben Jahr sei ein weiterer wichtiger Baustein gewesen.

Trotz der hohen Wertigkeit des Museums sei es wichtig, neue Zielgruppen zu erschließen. Erklärtes Ziel sollte es beispielsweise sein, dass jeder Schüler und Auszubildende im Landkreis Oberspreewald-Lausitz das Kunstgussmuseum besucht und Einblick in die Kunst- und fast 300-jährige Industriegeschichte von Lauchhammer erhält. In Vorbereitung dieses im Jahr 2025 anstehenden Jubiläums rief Nies dazu auf, für die Freifrau von Löwendal als Gründerin des heutigen Industriestandortes ein Denkmal zu setzen.

Bürgermeister Roland Pohlenz unterstrich die Bedeutung von Kunstguss und Industriegeschichte für die Stadt. Mit der Ausschreibung für das neue Besucherzentrum sei ein Baustein für die weitere Entwicklung am Standort gesetzt. „Unsere jährliche finanzielle Unterstützung für das Kunstgussmuseum wird auch weiterhin zur Verfügung stehen. Wir wissen, die Herausforderungen sind nach wie vor groß. Wir wollen damit etwas Sicherheit geben“, so das  Stadtoberhaupt weiter.

Pohlenz sprach allen Förderern und Unterstützern des Kunstgussmuseums sowie den Organisatoren der KunstGussTage seinen Dank und seine Anerkennung aus. Mit Blick auf die  Museumslandschaft richtete er einen Appell an den Landkreis, auch einen Beitrag für das Museum zu leisten.