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Schwarzheide
Dankeschön für Ersthelfer

 Dietrich Grotz (75) bedankte sich vor einem Volleyballturnier bei Michael Arndt, Elke Heinze, Claudia Friedrich, Sany Kaube, Doreen Pötsch Steffen Arnd-Treitschke und Danny Treitschke. Sie hatten ihm beim Volleyballturnier in Frauendorf nach einem Herzinfarkt das Leben gerettet.
Dietrich Grotz (75) bedankte sich vor einem Volleyballturnier bei Michael Arndt, Elke Heinze, Claudia Friedrich, Sany Kaube, Doreen Pötsch Steffen Arnd-Treitschke und Danny Treitschke. Sie hatten ihm beim Volleyballturnier in Frauendorf nach einem Herzinfarkt das Leben gerettet. FOTO: Mirko Sattler
Schwarzheide. Im September erlitt der Schwarzheider einen Herzinfarkt. Dank dem schnellen Eingreifen seiner Retter kann er inzwischen sogar  wieder am Volleyballtraining teilnehmen. Von Mirko Sattler

Mit einer rührenden Ansprache begann kürzlich in der Turnhalle des SeeCampus ein Volleyballturnier. „Am Sonnabend den 1. September war ich beim Volleyballturnier in Frauendorf. Bei einer Unterhaltung brach ich plötzlich bewusstlos zusammen und erlitt einen Herzinfarkt mit Kammerflimmern“, erzählte Dietrich Grotz den anwesenden Volleyballspielern von seinem schweren Schicksalsschlag.

In seiner kurzen Rede bedanke er sich vor den versammelten Mannschaften für ihr Geleistetes. „Ohne meine Retter würde ich jetzt nicht mehr leben. Schnell erkannten sie den Ernst meiner Lager und begannen mit der Herzdruckmassage, während andere wiederum den Rettungsdienst einwiesen. Sandy Kaube und Doreen Pötsch bemühten sich um meine Beatmung“, so Grotz weiter. Ganze 30 Minuten wurden die Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Nach dem der Notarzt eintraf, konnte mit einem Defibrillator Grotz’ Herz wieder in den richtigen Rhythmus gebracht werden. Ein Rettungshubschrauber brachte anschließend den Patienten ins Krankenhaus nach Dresden, wo er am 3. September auf der Intensivstation wieder aus dem Koma erwachte. Nach einem 18-tägigen Krankenhausaufenthalt und einer anschließenden dreiwöchigen Kur geht es dem inzwischen 75-Jährigen wieder gut und er konnte sogar schon wieder mit dem Volleyballtraining beginnen.

Seine Retter können sich noch genau an den Vorfall erinnern. „Wir haben uns gerade noch unterhalten als es passierte. Ich habe dann sofort über den Platz gerufen und gefragt, ob unter den Teilnehmern ein Arzt wäre. Wir haben das Volleyballturnier dann abgebrochen. Ohne die sofortige fachliche Hilfe, wäre Dietrich Grotz heute nicht mehr am Leben“, erinnert sich die 55-jährige Elke Heinze aus Frauendorf.

Unter seinen Rettern war auch einer, der tagtäglich um das Leben anderer kämpft. „Ich bin froh und glücklich, dass wir Dietrich Grotz helfen konnten. Sein Glück war, dass wir sofort zur Stelle waren. Als sein Gesicht blau wurde und er auf nichts mehr reagierte wusste ich, dass wir sofort etwas machen mussten. Und so begannen wir mit der Laienreanimation“, weiß Steffen Treitschke, der die Herzdruckmassage mit seinem Bruder durchführte.

Mit einem kleinen Präsent und einer Rose bedankte sich der Schwarzheider für das Engagement, dass ihm entgegen gebrachte wurde.