| 15:03 Uhr

Außergwöhnlich
Pilzfund im Dezember

 Otto Dittmer mit seinem Fund im Wald am Stadtrand.
Otto Dittmer mit seinem Fund im Wald am Stadtrand. FOTO: LR / Catrin würz
SENFTENBERG. Was für eine Überraschung! Otto Dittmer wollte dieser Tage seinen Augen nicht trauen: Im stadtnahen Wald bei Senftenberg sammelte der 78-Jährige fast ein ganzes Körbchen Pilze. ein – genug für eine Mischpilzmahlzeit.

„Den ganzen Sommer über gab es kaum Pilze – und jetzt auf einmal doch!“, sagt der Senftenberger verwundert.

Vor dem Frost war der Rentner einfach mal auf Gutdünken auf Pilzsuche in den Wald nahe der Hochschule gegangen und erwartete, ein paar der sogenannten Frostschnecklinge – ein Winterspeisepilz – zu finden. „Aber dann standen da stattdessen eine ganze Reihe Herbstpilze“, schildert er seinen Fund erstaunt.

Freilich muss man sich schon ein wenig auskennen, um die Pilze der kalten Jahreszeit, die auch genießbar sind, zu erkennen. In den Sammelkorb des 78-Jährigen wanderten Büschelraslinge (ein Herbstpilz) ebenso wie Brotpilze (Fachausdruck Heideschleimling), ein Riesenschirmpilz und falsche Pfifferlinge Auch Erdritterlinge waren zu finden. „Die sind aber nicht sehr schmackhaft und sollten nur in einem Mischgericht verwendet werden. Ähnlich ist es bei den falschen Pfifferlingen“, erklärt Otto Dittmer. Der 78-Jährige beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Pilzen und hat Pilzberatungen auch schon beim ASB und beim Naturschutzbund (Nabu) angeboten.

Dass er nun Ende Dezember nochmal eine Pilzmahlzeit zubereiten kann, ist allerdings sehr ungewöhnlich. Wenn es demnächst wieder milder wird, geht der Pilzberater auf jeden Fall noch einmal mit seinem Körbchen in den Wald, um nachzuschauen.