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Zurück in die Heimat
Die Rückkehr in die Heimat stand immer fest

Marco und Laura Paulick fühlen sich in ihrer Heimatstadt Lauchhammer wohl. Im Oktober hat das Rückkehrer-Paar geheiratet - und als Lebensmittelpunkt die Lausitz gewählt.
Marco und Laura Paulick fühlen sich in ihrer Heimatstadt Lauchhammer wohl. Im Oktober hat das Rückkehrer-Paar geheiratet - und als Lebensmittelpunkt die Lausitz gewählt. FOTO: Peter Aswendt
Für das frisch verheiratet Ehepaar Laura und Marco Paulick stand eigentlich vom ersten Tag ihres Kennenlernens fest: „Unsere Zukunft liegt in der Heimat“.

Lauchhammer Der 29-jährige Polizeimeister hat nach dem Abitur und einer Berufsausbildung als Physiotherapeut eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Neustrelitz im Jahr 2013 begonnen. In dieser Zeit lernte er seine jetzige Frau Laura kennen: „Wir haben dann zwei Jahre eine Wochenendbeziehung geführt“, beschreibt er diese Zeit. In der Zwischenzeit reifte aber die Entscheidung bei dem jungen Paar, dass der Dienst bei der Bundespolizei nicht unbedingt der Zweisamkeit förderlich ist. Mit dem Abschluss als Polizeimeister im Jahr 2016 reichte Marco Paulick dann auch seinen Abschied bei der Bundespolizei ein.

Freundin Laura hatte in der Zwischenzeit eine Ausbildung als Erzieherin beendet und arbeitete in Finsterwalde in der Kita Entdeckerland. Als dann für Marco die Stelle bei der Landespolizei in Görlitz frei wurde, hieß es Entscheidungen zu treffen. „Für mich war klar, dass ich bei meinem Freund bleibe“, stellt Laura klar. Eine Arbeit war für die junge Erzieherin schnell gefunden: „Ich habe eigentlich meinen Traumjob gehabt“, lächelt sie. „Ich war als Horterzieherin und mit super Kollegen beruflich sehr glücklich“, fügt sie hinzu.

Auch für den jungen Polizeimeister lief es im Einsatzzug in Görlitz nicht schlecht. „Unser Herz hing aber immer an Lauchhammer, da waren unsere Familien und unsere Freunde“, sind sich beide einig. Mit diesem Gedanken im Kopf wurde die Rückkehr geplant. Für den jungen Polizeimeister war es aber gar nicht so einfach die Arbeitsstelle zu wechseln: Eigentlich muss man drei Jahre in der Dienststelle bleiben ehe man wechseln kann. Ein Schlupfloch bietet ein sogenannter „Tausch“, also, wenn ein anderer Polizist aus der Region Oberspreewald-Lausitz nach Görlitz möchte.

Das die Geschichte dann doch ein Happy End gefunden hat, ist nicht zuletzt der Hartnäckigkeit von Ehefrau Laura geschuldet. „Da bekannt war, dass ich tauschen möchte, kam dann tatsächlich auch ein Angebot. „Eigentlich habe ich gesagt, das klappt sowieso nicht, aber Laura drängte mich zum Anruf“, erinnert er sich. Dass das Glück dem Tüchtigen hold ist, zeigte sich dann in der überraschenden Aussage, dass der Tauschwillige aus Lauchhammer kam und unbedingt nach Görlitz wollte. „Wir waren im siebten Himmel“, lacht Laura. Parallel wurden schon die Möglichkeiten in Lauchammer abgeklopft. „Wir hatten gute Unterstützung von der Stadt.

Das ihr Leben mehrere Wochen auf gepackten Koffern stattfand, war dann kein Problem mehr. So mal sie tatkräftige Unterstützung hatten: „Wir sind allen sehr dankbar, denn ohne unsere Familie und unsere Freunde wäre der Umzug nicht so reibungslos über die Bühne gegangen.“

Als frisch verheiratetes Paar und werdende Eltern sind beide glücklich in ihrer Heimat Lauchhammer. Marco Paulick versieht sein Dienst auf der Polizeiwache Senftenberg und Laura hat ihren beruflichen Mittelpunkt in einer Kita in Lauchhammer gefunden. Dass sie hier nicht mehr weg wollen, zementieren sie auch mit einem geplanten Hausbau. „Wir können nur jedem der die Heimat verlassen hat, empfehlen den Kontakt nicht abreißen zu lassen.

Die Rückkehrertage sind ein gutes Mittel, vielleicht wieder in heimatliche Gefilde zurückzukommen“, ist sich das junge Paar aus Lauchhammer sicher.